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Landrat sieht in Schul-Plan einen Vorgriff

„Festlegungen nicht richtig“

Hameln. „Wir machen uns nicht kirre.“ Wenn es um die Schulentwicklung in Hameln geht, wirkt Landrat Tjark Bartels zunächst mal gelassen. Die Verwaltung der Stadt Hameln hatte mit einem ersten Entwurf vorgelegt – und hat damit auch „eigene Pfähle“ eingeschlagen, wie Bartels es formuliert.

veröffentlicht am 12.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:41 Uhr

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Die Stadt hat bereits deutlich gemacht, dass sie die gymnasiale Oberstufe in Hameln sichern will. Auch Bad Pyrmont war zunächst im Entwurf enthalten, wurde aber – anders als gestern berichtet – bereits nachträglich gestrichen. Der Schulstandort Hameln soll also gesichert werden – eine „Ausweitung“, wie ursprünglich vorgesehen, hat die Verwaltung ebenfalls aus der Vorlage gestrichen.

Dennoch bleibt die Befürchtung, dass bei einem weiteren gymnasialen Angebot im Landkreis, wie es in Hessisch Oldendorf ins Auge gefasst ist, die Schülerzahlen in Hameln sinken könnten. „Es geht nicht um Schließungen in Hameln“, stellt Bartels dazu klar. Sich aber darauf festzulegen, dass außerhalb Hamelns keine weiteren Schulbezirke für die weiterführenden Schulen eingerichtet würden, sei ein „Vorgriff“ und in dieser „Absolutheit“ nicht im Sinne der Schüler. „Solche Festlegungen finden wir nicht richtig.“ Natürlich gebe es an diesem Punkt Differenzen, aber das Schulangebot müsse nun mal für alle nah und erreichbar sein. Zudem gebe es mit der KGS Salzhemmendorf ohnehin bereits ein Konkurrenzangebot.

Auch wenn Stadt und Landkreis an dieser Stelle verschiedene Auffassungen hätten, gebe es „mehr Punkte“, die beide bei einer gemeinsamen Schulentwicklung einen als die sie trennen, meint Bartels. Es sei ja auch noch nichts beschlossen. Als Bartels’ großes Ziel schwebt über dem Ganzen, die Schulträgerschaft für die weiterführenden Schulen dem Landkreis zu übertragen.

Bevor der Entwurf der Stadt Hameln im nächsten städtischen Ausschuss wieder beraten wird, soll es ein informelle Arbeitstagung aller Fraktionen geben. „Wir wollen das Papier Punkt für Punkt durcharbeiten“, sagt der Ausschuss-Vorsitzende Kurt Meyer-Bergmann – und will damit noch einmal deutlich machen, wie wichtig ihm das Thema ist.ant



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