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Fest des Lichts und Lebens

Ostern, ein Fest des Lebens! Nach langem Winter können wir das genießen, brauchen wir dieses Licht und die Wärme, die Sonne in unserem Gesicht. Ostern, ein Fest der Reisenden auf vollen Straßen und an gedeckten Tischen. Ostern, Fest im Grünen in den Gärten und Parks und Wäldern. Wer Augen hat, zu sehen, der sehe, wie schön unsere Welt trotz allem ist, was neu wird und was uns geschenkt ist: immer wieder neues Leben. Darum ja wohl auch der Osterhase, bekannt dafür, dass er immer wieder für neues Leben sorgt.

veröffentlicht am 10.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 03:21 Uhr

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Autor:

Pastor Thomas Risel
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An Ostern orientiert sich unsere (christliche) Zeitrechnung: der Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Der Ostersonntag als Grund des christlichen Feiertags: im Judentum der Sabbat-Samstag, im Islam der Freitag, im Christentum der Sonntag. Das hat seinen Grund und ist vor allem, christlich gesehen, ein Geschehen. Eine Geschichte, die 2000 Jahre alt ist und doch noch immer andauert. Ein Leben für Gerechtigkeit und Frieden, für Brot für alle und für die Vergebung von Schuld. Mächtige haben dieses Leben ans Kreuz genagelt und konnten es doch nicht töten. Das genau wird zu Ostern gefeiert. Ostern, ein Fest des Lebens, dass die Kreuze und den Karfreitag kennt, nicht verschweigt und verharmlost.

Die Kreuze erleben wir durch die Geschichte hindurch weiter in Kriegen und Kreuzzügen, in Bomben und Klimakatastrophe, bis in unsere Zeit der Erdbeben und der Amokläufe. Den Schrei am Kreuz „Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ hören wir bis heute in Verzweiflung und im ohnmächtigen Gebet. Allzu oft ist das gut zu verstehen. Doch können wir letztlich Gott dafür anklagen, wenn Menschen bis heute Kreuze aufrichten, dafür also, was Menschen verursachen?

In dem einen zentralen Gebet wird alles Wichtige genannt: Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel SO auf Erden. Der jüdisch-christliche Gott will nicht das Böse, Gott will kein Opfer, auch nicht das seines Sohnes, um uns zu erlösen aus allem lebensfeindlichen Bösen. Gott ist ein Freund des Lebens und braucht solche Freundinnen und Freunde hier auf seiner Erde. Wer so betet, tut auch etwas dafür. Wer so wie im Vaterunsergebet handelt und lebt, der wird auch darum beten: dass die Gewalt der Worte und der Waffen ein Ende hat; dass der Hunger nach Brot und Gerechtigkeit gestillt wird; dass wir Menschen die Sorgfalt füreinander und für die Schöpfung lernen; dass aus Fremden und Feinden Vertraute und Freunde werden; dass Hände nicht wegreißen und schlagen, sondern zart berühren; dass Stummgemachte reden und Gelähmte aufstehen; dass die Vergessenen ans Licht kommen; dass Tränen des Schmerzes sich wandeln in Tränen der Freude; dass Angst vergeht und Liebe alle Furcht vertreibt; dass das Böse verschwindet und überwunden wird durch das Gute; dass der Fluch zum Segen wird und die Klage zum Lied; dass nicht nur Ostern ein Fest des Lebens ist und wir selbst viel dafür tun können.



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