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Großbaustelle bei Afferde / Enertec investiert 1,3 Millionen Euro

Fernwärme für Afferde

veröffentlicht am 02.08.2016 um 18:09 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:25 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Am Rand der Hastenbecker Landstraße sieht es derzeit aus wie an der Küste: Meterhoch aufgeschüttete Wälle lassen an Deiche gegen die Fluten von Nord- oder Ostsee denken. Mit Schutz vor Hochwasser haben die mehrere Hundert Meter langen Erdhügel allerdings gar nichts zu tun. Es handelt sich um Mutterboden, der für eine Baumaßnahme aufgeschüttet und zwischengelagert wurde.

Der Energieversorger Enertec Hameln GmbH lässt zwischen dem Kraftwerk und Afferde an einer Hauptversorgungsleitung für Fernwärme bauen. Diese Leitung wird nun auf einer Länge von 1100 Meter erneuert und vergrößert. Ein Bauabschnitt wurde bereits im Jahr 2014 erledigt. Die letzten 760 Meter der Rohrleitung werden jetzt verlegt.

Baken engen deshalb auf rund 200 Metern die Fahrbahn ein. Der Verkehr fließt einspurig an der Baustelle vorbei. Eine Ampel regelt den Straßenverkehr. An einigen Stellen haben Bagger eine 20 Meter breite Schneise in die Felder entlang der Landesstraße geschoben. Diese Breite ist notwendig, um Platz für eine Baustraße, die Rohrauflage und den eigentlichen Rohrgraben zu schaffen. Für die Verlegung der Kunststoffrohre wird die Erde 1,60 Meter tief ausgehoben. Die Leitung wird später einen Meter tief im Erdreichliegen.

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Foto: fn

Die isolierten Kunststoffrohre haben einen Durchmesser von 50 Zentimetern. Das Heizwasser wird durch ein Innenrohr von 350 Millimetern Nennmaß fließen. Fachleute verbinden die zwölf Meter langen Röhren vor Ort durch ein aufwendiges Schweiß-Klebeverfahren.

Bisher werden in Afferde von Enertec 278 Mehr- und Einfamilienhäuser, zwei öffentliche Gebäude und zwei Gewerbebetriebe mit jährlich 7,8 Megawatt Fernwärme versorgt. Weitere sollen folgen: „Wir können weitere Objekte mit einer Leistung bis zu fünf Megawatt zusätzlich anschließen. Das heißt: zusätzlich zirka 600 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern oder 300 Einfamilienhäuser oder ein Mix von beiden“, erklärt Enertec-Sprecherin Ulrike Bollrath. Die alte Fernwärmeleitung wird bestehen bleiben. Diese soll in die Anlage eingebunden und weiter betrieben werden, heißt es beim Versorger.

Auch die für eine Dampfleitung 2014 errichtete Brücke über die Hastenbecker Landstraße wird stehen bleiben. Über diese Dampfleitung wird das Pharmaunternehmen Siegfried versorgt.

Die Baumaßnahme an der Landstraße soll bis zum 30. September abgeschlossen sein. Was vor allem Autofahrer stört, ist die halbseitige Sperrung der Hastenbecker Landstraße. Die ist erforderlich, weil in diesem Bereich die Vorlaufleitung unter dem Fuß- und Radweg verlegt wird. Wenn es der Baufortschritt erlaubt, wird die Sperrung aber schon vorher aufgehoben. Enertec investiert eine Summe 1,3 Millionen Euro in den Fernwärmeausbau.



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