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Stadtverwaltung stellt „Plakatreiter“ in der Osterstraße auf / Für Geschäftsleute grundsätzlich verboten

Feiner Unterschied: Werbung oder Information

Hameln (ni). Nimmt die Hamelner Obrigkeit bei Angelegenheiten in eigener Sache mehr Rechte für sich in Anspruch als sie ihren Bürgern zubilligt? Könnt man meinen, wenn man über den rot gerahmten Aufsteller stolpert, mit dem die Stadtverwaltung in der Osterstraße vor dem Hochzeitshaus auf ihre Informationskampagne pro Neugestaltung der Fußgängerzone hinweist. Ist aber nicht so, heißt es dagegen aus dem Rathaus, weil auf dem sogenannten „Reiter“ nämlich nicht für käuflich zu erwerbende Waren geworben werde, sondern lediglich für die Teilnahme an Veranstaltungen mit aufklärendem Inhalt.

veröffentlicht am 14.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 02:41 Uhr

T. Wahmes
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Ausnahmen sind möglich

Sie stehen im Weg, werden an stürmischen Tagen auch schon mal mit lautem Getöse von ihrem Standplatz geblasen, tragen nichts zur Verschönerung des Stadtbildes bei und sind deshalb der „örtlichen Bauvorschrift über Werbeanlagen und Warenautomaten in der Altstadt von Hameln“ einen eigenen Paragrafen wert: die Aufsteller, die sich mit ihren Werbebotschaften in den Weg und ins Blickfeld der Fußgänger drängen und um Aufmerksamkeit heischen.

Laut Paragraf 7 sind diese „Werbeträger in Form von Klappständern im öffentlichen Verkehrsraum der Fußgängerzonenbereiche Osterstraße, Bäckerstraße, Am Markt, Pferdemarkt, Ritterstraße und Emmernstraße unzulässig“. Aber laut Hamelns Pressesprecher Thomas Wahmes ist der Reiter vor dem Hochzeitshaus eben „kein Werbeträger, sondern Information“. Seine Aufstellung verstoße somit nicht gegen die allgemeingültigen Bestimmungen der Stadt.

Dass die Verwaltung Vorschriften durchaus auch flexibel auslegt, wenn die Umstände das erfordern, sagt Wahmes außerdem. So würden Klappständer, obwohl an dieser Stelle eigentlich verboten, mit ausdrücklicher Genehmigung aus dem Rathaus demnächst in der Osterstraße auf die Geschäfte am Posthof hinweisen. Wahmes begründet diese Ausnahme von der Regel in diesem Fall mit dem bevorstehenden Umbau des Museums und der damit verbundenen Sperrung des Michaelishofes ab dem kommenden Montag. Wenn diese Fußweg-Verbindung zwischen Posthof und Osterstraße gekappt werde, könnten die Läden in der zweiten Reihe das Nachsehen haben. Die Werbereiter sollen dann helfen, die Aufmerksamkeit auf diese Geschäfte zu lenken und auf diese Weise die möglichen Beeinträchtigungen durch die Baumaßnahme auszugleichen.



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