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Historische Anlage soll Ziel für Rad- und Bootsfahrer werden / Hafenverein errichtet Steg

FDP will sanften Tourismus im Hafen fördern

Hameln (HW). Die Liberalen haben den Hamelner Hafen wiederentdeckt. „Dort gibt es eine Menge Entwicklungspotenzial und Bedarf – auch für eine touristische Nutzung“, sagt Dr. Susanne Miecke, die als Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Hameln Süd die Mitglieder zu einer Erkundung der Anlage eingeladen hatte. „Ziel ist es, die Zukunft des Hafens planen zu können“, begründet die Parteivorsitzende.

veröffentlicht am 31.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 11:21 Uhr

Soll nach dem Willen der FDP ein Anziehungspunkt für Rad- und Bo
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Doch nicht nur als Naherholungsgebiet für Rad- und Bootsfahrer und damit für einen sogenannten sanften Tourismus käme die historisch gewachsene Anlage infrage, auch eine neuerliche gewerbliche, industrielle Nutzung sei denkbar. Unter anderem mit dem Derrick-Kran, der gerade vom Hafenverein Hameln vor der Verschrottung gerettet worden sei und der in Kürze durch Aufarbeitung wieder funktionstüchtig gemacht werden solle. „Für den Kran müsste nur ein geeigneter Platz gefunden werden. Dann könnte er Boote in die Weser einkranen und so Gelder für die Unterhaltung einbringen“, sagt Bernhard Mandla.

Wasserstand der Weser ein Problem

Der Vorsitzende des Hamelner Hafenvereins kann sich jedoch ebenso vorstellen, dass angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung auch die Binnenschifffahrt neu belebt werden könnte. „Allerdings ist der Wasserstand der Weser immer ein Problem und der eigentliche Grund, warum der Hafen nicht mehr genutzt wird. Das Auskoffern kostet richtiges Geld“, weiß der Vereinsvorsitzende, der zusammen mit 15 Aktiven derzeit in Eigenleistung eine Steganlage für Boote im Hafen errichtet.

Dr. Susanne Miecke indes würde eine gewerbliche Nutzung sehr begrüßen, „weil die Binnenschifffahrt viel preiswerter und umweltschonender ist als der Transport mit Lastwagen“, begründet sie. In Zusammenarbeit mit der FDP-Ratsfraktion wollen die Liberalen mit dem Hafenverein im Gespräch bleiben und das Engagement der Ehrenamtlichen unterstützen.

Steht sonst die Belebung der Weserpromenade im primären Blickpunkt des politischen Interesses, ist die jetzt aufgelebte Zuneigung der Liberalen zur Hafenanlage für Hans Wilhelm Güsgen kein zweiter Schritt vor dem ersten. „Die Promenade ist ein Problem. Was können wir da tatsächlich verwirklichen? Das ist schon allein von der Topografie schwierig, denn wenn ich in einem der existierenden Biergärten sitze, sehe ich die Weser auch nicht“, sagt der FDP-Fraktionschef. Wenn die Handelslehranstalt das Gebäude am Langen Wall verlassen habe, könne dort ein Hotel entstehen, „aber nur durch das Ansiedeln weiterer Gastronomie wird das Weserufer nicht attraktiver“, glaubt Güsgen. Das sieht auch Dr. Miecke so. „Der Hafen ist vielen Hamelnern unbekannt, weil er auch schlecht ausgeschildert ist“, beklagt sie. Und dies zu ändern, könnte ein erster Schritt in die richtige Richtung sein und den sanften Tourismus fördern.

Der Hafenverein ist derzeit damit beschäftigt, ein von den Stadtwerken geschenktes Boot, das von den Mitgliedern gehoben und trockengelegt worden ist, zu restaurieren. „Es soll später Vereinsmitgliedern und Interessenten als Gästeschiff zur Übernachtung dienen und kann ebenfalls zur Erhöhung der Attraktivität beitragen“, hofft auch Mandla auf eine bessere Zukunft des Hamelner Hafens.



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