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FDP schasst Schriftführer - Grote ist Haider-Sympathisant

veröffentlicht am 03.05.2011 um 18:15 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Grote

Hameln (ni). Dass er als Mitglied der Facebook-Gruppe „Keine dritte Moschee für Hameln“ gemeinsame Sache mit einem ausgewiesenen Rechtsextremisten gemacht hatte, ließ die Hamelner FDP ihrem erst 17-jährigen Schriftführer Lauritz Grote noch als Unerfahrenheit durchgehen. Doch als er sich jetzt als Haider-Sympatisant zu erkennen gab, war für die Stadtverbandsvorsitzende Ina Loth das Maß voll. Gestern erzwang sie Grotes Rücktritt.


Nach dem unerfreulichen Auftritt des Jungpolitikers auf der Anti-Moscheen-Seite von Facebook hatte die Partei dem jungen Mann gehörig den Kopf gewaschen. Grote zeigte sich danach geläutert, bedauerte seinen „Fehler“ und beteuerte wortreich seine liberale Gesinnung. Doch schon sechs Tage später tummelt er sich erneut in rechtslastigen Gefilden und demontiert damit selbst seine Glaubwürdigkeit. Auf der Facebook-Fan-Seite des verstorbenen österreichischen Rechtspopulisten Georg Haider gibt er am 28. April einen „gefällt-mir“-Kommentar ab. Der Hamelner Juso Ingo Reddeck stößt per Zufall darauf und verbreitet seine Entdeckung über Twitter. „Wahrscheinlich hat Grote deshalb seinen Eintrag bei Facebook kurz danach gelöscht“, vermutet Reddeck. Eine „deutliche Grenzüberschreitung“ bleibe es trotzdem.
Das sieht auch Ina Loth so: „Mit einem Klick im Internet jemanden zu unterstützen, der im Widerspruch zu allen liberalen Grundsätzen der FDP steht, das geht nicht.“ Gehe vor allem nicht in Anbetracht der Tatsache, dass die Partei dem jungen Mann gerade erst „mehr als ins Gewissen geredet“ habe. Dass Grote mit seinem Verhalten den Ruf der Liberalen schädige, könne sie sich nicht bieten lassen. Sie habe ihm nahegelegt, erst einmal in Klausur zu gehen und für sich zu klären, „was er eigentlich will“, so Loth.



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