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TÜV-Station Hameln zieht Bilanz des letzten Jahres

Fast 30 Prozent der Autos haben schwere Mängel

Hameln. Es rußt nicht mehr aus den Auspuffrohren beim Anfahren an der Ampel, und die Zahl der schleifenden Kupplungen ist zumindest nach subjektivem Empfinden im akustischen Gesamtkonzert der Straße zurückgegangen. Es scheint, als seien die Autos auf Hamelns Straßen in besserem Zustand als vor 20 Jahren. Doch lässt sich dieser Eindruck mit den Zahlen des TÜV in Einklang bringen?

veröffentlicht am 18.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 04:41 Uhr

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Autor:

Jobst Christian Höche
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Die Antwort ist zwiegespalten: „Erfreuliche 40 Prozent der Fahrzeuge, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Hameln gecheckt wurden, hatten gar keine Mängel“, sagt Andreas Garz, Leiter der Station. Bemerkenswert sei aber auch das andere Ende der Bilanz: „Immerhin 27,5 Prozent der rund 4000 untersuchten Autos hatten erhebliche Mängel und mussten umgehend repariert werden, damit sie nicht zu einem Risiko im Straßenverkehr werden konnten.“ Schließlich seien bei insgesamt 32,4 Prozent der kontrollierten Fahrzeuge geringe Mängel festgestellt werden, die ebenfalls schleunigst behoben werden mussten. Als gänzlich verkehrsunsicher wurden nur sieben Fahrzeuge eingestuft.

Der Leiter der TÜV-Station erklärt das Phänomen mit vielen mängelfreien auf der einen und fast genauso vielen Autos mit schweren Mängeln auf der anderen Seite so: „Einerseits bauen die Hersteller gute Autos, die auch nach vielen Jahren noch ohne Mängel unterwegs sein können. Andererseits kümmern sich viele Autofahrer zu wenig um die Technik ihres Fahrzeugs. Die Autofahrer wollen ein funktionierendes Gefährt, das ihn sicher von A nach B bringt, ohne dass er sich darum sorgen muss.“ Viele scheuten dann aus Kostengründen regelmäßige Werkstatttermine zur Inspektion und zur Wartung. Das sei ein Fehler, so der Experte. Wer sich ein wenig um sein Auto kümmere und es in einer Fachwerkstatt warten ließe, könne der TÜV-Prüfung gelassen entgegensehen. Die Sachverständigen vom TÜV raten in jedem Fall dazu, an Wartung und Pflege nicht zu sparen. „Schließlich können nur zuverlässig funktionierende Fahrzeugkomponenten Sicherheit auf unseren Straßen gewährleisten.“ Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als mängelursächlich anzusehen ist, liegt jetzt bei 52 656 Kilometern bei den Dreijährigen und 133 528 Kilometern bei den elfjährigen Autos, die vorgestellt werden.

Übrigens: Wer noch mit einer rosafarbenen Plakette unterwegs ist, sollte sich sputen. Mit dem Jahreswechsel hat sich sich die Farbe der ‚fälligen Plaketten‘ auf Grün geändert. Damit ist schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach spätestens zwei Monaten ein Bußgeld fällig. Wer noch später dran ist, kassiert ab März dazu Punkte in Flensburg. Die Kosten für eine Hauptuntersuchung liegen aktuell bei 52,50 Euro für ein normales Auto.

TÜV-Mitarbeiter Thomas Kuhlmann bei der Kontrolle eines Fahrzeuges.

Foto: Wal



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