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Massenschlägerei an der Deisterallee fordert sieben Verletzte / Zeuge: „Ich habe drei Schüsse gehört“

Familie gegen Familie – ging es um die Ehre?

Hameln. Sie sollen sich bewaffnet haben, um einen lange schwelenden Streit zwischen zwei Familien mit Migrationshintergrund mit Gewalt zu lösen. Wer wen geschlagen hat – und womit, das versuchen die Ermittler des für Mord, Totschlag und Körperverletzungsdelikte zuständigen 1. Kommissariats gerade herauszufinden. Die Stimmung unter den Beteiligten, die aus der Türkei und dem Libanon stammen, ist aufgeheizt. Einfach ist die Arbeit der Polizisten nicht. Am Tatort haben sie Messer, Baseballschläger, Latten und eine Gaspistole gefunden. Vieles deutet im Moment darauf hin, dass es um die Familienehre ging. Eine Frau, die zur türkischen Familie gehört, soll mit einem Mann der libanesischen Familie verheiratet gewesen sein. Das Paar hat sich getrennt. Ob es geschieden ist, stand bei Redaktionsschluss nicht fest.

veröffentlicht am 11.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 05:41 Uhr

Polizisten haben den Tatort abgesperrt, Sanitäter ziehen eine Trage, auf der eine verletzte Frau liegt, zum Notarztwagen. Fotos:

Autor:

Ulrich Behmann
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Die Polizei hat bereits erste Zeugenaussagen ausgewertet. Derzeit sieht es so aus, als seien zehn bis zwölf bewaffnete Mitglieder der türkischen Familie von der Südstadt zur Deisterallee gefahren. In der Wohnung soll es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen sein – der handfeste Streit endete als Massenschlägerei unweit einer Spielhalle auf der Nebenfahrbahn der Deisterallee.

Um 13.35 Uhr laufen in der Leitstelle der Polizei die Notrufleitungen heiß: Eine Massenschlägerei mit 20 Beteiligten wird gemeldet. Dann berichtet ein Anrufer: „Ich habe drei Schüsse gehört.“ Ein anderer sagt: „Es gibt hier mehrere Verletzte.“

Streifenwagen fahren zum Tatort. Niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, ob scharf geschossen wurde. Die Beamten tragen kugelsichere Westen. Zur Verstärkung der Hamelner Beamten zieht die Inspektion im gesamten Landkreis alle verfügbaren Kräfte zusammen. Notarzt-, Rettungs-, Intensivtransport- und Krankenwagen rücken aus. Die Feuerwehr schickt sogar ein Tanklöschfahrzeug mit zusätzlichen Rettungsassistenten und medizinischen Notfallgeräten. Zunächst heißt es, jemand habe eine Schussverletzung erlitten. Diese Annahme bestätigt sich jedoch nicht. Sieben Menschen sind jedoch verletzt. Männer bluten stark am Kopf. Die vier Personen, die im Hamelner Sana-Klinikum behandelt werden, sind laut Polizei nur leicht verletzt. Die übrigen drei Opfer werden im Pyrmonter Bathildiskrankenhaus versorgt. „Wir können noch nichts zur Art und Schwere der Verletzungen sagen“, erklärt Kommissar Dirk Barnert.

2 Bilder
Ein Verletzter wird zum Notarztwagen geleitet.


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