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Fall für die höhere Instanz

HAMELN. Die mögliche Bebauung des Ravelin Camps könnte noch eine längere juristische Auseinandersetzung zur Folge haben. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg wird sich der Angelegenheit annehmen.

veröffentlicht am 16.10.2017 um 17:40 Uhr
aktualisiert am 16.10.2017 um 18:20 Uhr

Blick durch den Zaun: Am Ravelin Camp in der Nordstadt stehen noch Baracken aus der Militärzeit. Ob dort bald Wohnhäuser stehen, ist offen. Foto: wal
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Zuvor wurde ein Eilantrag gegen die teilweise Wohnbebauung am Verwaltungsgericht in Hannover behandelt – und abgewiesen. Jetzt geht es in höherer Instanz weiter.

Wie berichtet hatte der Hamelner Schäfer Christian Pardey Ende August einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Hannover gestellt, das gesamte Ravelin Camp schnellstmöglich unter Naturschutz zu stellen. Pardey ist dort Pächter einer Teilfläche und argumentiert unter anderem mit seltenen Pflanzen- und Tierarten, die es oberhalb des Reimerdeskamps gebe. Hätte das Gericht in Hannover dem Eilantrag stattgegeben, wäre eine Bebauung vorerst ausgeschlossen gewesen. Doch die hannoverschen Richter haben nun anders entschieden, wie Gerichtssprecher Burkhard lange mitteilt.

Die 12. Kammer des Gerichts hat den Eilantrag Pardeys – wie erwartet – als unzulässig erklärt. „Mangels Antragsbefugnis“, wie Lange erläutert. Aus Gründen des Naturschutzes hätte das Gericht nur eine Verbandsklage anerkannt. Pardey persönlich habe im Rahmen der Beteiligung im Rahmen eines Bebauungsplanes die Möglichkeit, seine Einwände geltend zu machen, so die Auffassung des Gerichts.

Gegen die Ablehnung des Eilantrags ist mittlerweile Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingegangen, so Lange. Auch die Gerichtsakten zum Ravelin Camp seien inzwischen von Hannover nach Lüneburg übertragen worden. In welchem Zeitraum die Oberverwaltungsrichter über die Beschwerde befinden, sagte Lange nicht. In Hameln ist derweil die Bebauung des ehemaligen Truppenübungsplatzes weiter Teil der politischen Beratungen. Eine endgültige Entscheidung, ob dort überhaupt Wohnhäuser entstehen sollen, gibt es noch nicht.

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