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Rathaus will die Schwachstellen im Wegenetz beseitigen / Beirat bemüht sich seit 25 Jahren

„Fahrradstadt Hameln“ mit Geld vom Bund?

Hameln. Hameln will fahrradfreundlicher werden und setzt dabei jetzt auf Fördergelder des Bundesumweltministeriums. Das sagte der städtische Fachbereichsleiter Ralf Wilde gestern der Dewezet. Dieses Bekenntnis aus dem Rathaus betrachten die Mitglieder des Hamelner Fahrradbeirates als „Jubiläumsgeschenk“. Denn schließlich engagiert sich das Gremium aus Vertretern des Stadtrates und der lokalen Radlerlobby seit nun 25 Jahren dafür, das Radwegenetz in Hameln so zu verbessern, dass mehr Menschen aufs umweltfreundliche Zweirad umsteigen.

veröffentlicht am 04.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 00:21 Uhr

Radfahrerfreundlich ist Hameln noch nicht, wie zum Beispiel dies
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Ein „städtisches Radwege-Handlungskonzept“ hatten die Initiatoren des Fahrradbeirates, die CDU-Ratsherren Gerhard Paschwitz und Hermann von Mengersen, schon während des ersten Treffens am 7. Februar 1984 gefordert. Seitdem sei viel erreicht worden, meint Paschwitz, der nach wie vor Sprecher des Beirates ist. Der Kommunalpolitiker zählt eine Reihe von Einzelmaßnahmen auf, für die sich das Gremium stark gemacht habe – sei es der Radwegebau auf der Thiewallbrücke, die Einrichtung des Radweges von der Sedemünder- zur Scharnhorststraße quer über den Friedhof, die Freigabe der Einbahnstraßen für das Radfahren in Gegenrichtung oder den Bau der Weserradwegbrücke über den Hafen. Gleichwohl: Selbst 25 Jahre haben offensichtlich nicht gereicht, Hameln zu einer Stadt von Radfahrern zu machen.

Mängel beim Wegenetz in der Innenstadt

„Dabei wären hier die meisten Wege gut mit dem Fahrrad zu bewältigen“, stellt Wilde fest. Er kündigt an: „Die Stadtverwaltung wird in Kürze ein Fachbüro damit beauftragen, die Schwachstellen im Radwegenetz zu analysieren und den Verkehrsentwicklungsplan von 1994 fortzuschreiben.“ Die Ergebnisse sollen in einem „Forum Radverkehr“ erörtert werden. Der existierende Fahrradbeirat wird darin nach städtischer Planung vertreten sein, aber nicht selbst als Forum dienen. Die Maßnahmen sollen dann laut Wilde ab 2010 nach und nach abgearbeitet werden.

Wilde sieht vor allem große Mängel bei der Durchgängigkeit der Radlerverbindungen in der Innenstadt. Bewegung durch Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann hatte in dieser Sache nicht der Beirat ausgelöst, sondern die kritische Bestandsaufnahme in der Presse. „Sich stets am finanziell Machbaren zu orientieren“, nennt Beiratsmitglied Bernhard Kruppki als Stärke des Radlergremiums. Angesichts von 25 000 Euro, die der Stadtrat pro Jahr für den Radverkehr gibt, blieb folglich der große Sprung aus.

Das 25-jährige Bestehen wird der Beirat am Dienstag, 12. Mai, mit einer Inspektionstour und einem Imbiss feiern. Paschwitz erwartet 80 Teilnehmer, darunter viele „Veteranen“. Die dürften manche Anekdote beisteuern. So wie jeder, der in Hameln radelt, viel zu erzählen hat.



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