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Welche Optimierungen 2018 anstehen

„Fahrradfreundliches Hameln“ bleibt Zukunftsaufgabe

HAMELN. Seit einigen Wochen trägt Hameln das Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ – für fünf Jahre verliehen von einer Arbeitsgemeinschaft der Städte und Gemeinden. Doch es bleibt noch viel zu tun.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 17:12 Uhr
aktualisiert am 11.01.2018 um 20:22 Uhr

Der neue Verkehrsingenieur der Stadtverwaltung, Stephan Foelske, an einer der 2018 umzugestaltenden Stellen: der von Radfahrern stark frequentierte Einmündung der Gröninger Straße in die Erichstraße. Foto: Dana
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Für Hameln ist die Auszeichnung Ansporn und Zukunftsaufgabe, den Radverkehr weiterzuentwickeln“, sagte Umwelt-Fachbereichsleiter Ralf Wilde nach der Übergabe der Auszeichnung. Beim Neujahrsempfang der Stadt unterstrich Oberbürgermeister Claudio Griese die Notwendigkeit der weiteren Förderung des Radverkehrs, „unter anderem um die Luft reinzuhalten“. Dass sich beim Radverkehr noch einiges tun muss, sei „eigener Anspruch der Stadt“. Denn das umfangreiche Konzept zur Förderung des Fahrradverkehrs und einer für alle Bewohner saubereren und lebenswerteren Stadt ist noch längst nicht umgesetzt.

Selbst die 2017 Umgestaltung der Scharnhorststraße zur Fahrradstraße, auf der Autofahrer keinen Vorrang mehr haben, kann ihre Wirkung bislang kaum entfalten: Der nötige Anschluss am Bürgergarten vorbei und über den Rathausplatz hinweg an den Kastanienwall lässt auf sich warten. „Für die Planung fehlten uns bisher die Kapazitäten im Rathaus“, sagt Wilde. Die Situation habe sich jedoch zum Jahresbeginn verbessert: Eine der vakanten Stellen im Rathaus ist mit einem Bauingenieur für Verkehrsplanung besetzt worden. Stephan Foelske (36) war zuletzt in Köln für den Radverkehr zuständig und ist selbst eingefleischter Radfahrer. Mit dem „Blick von außen“ stellt der Fachmann fest: „In Hameln ist schon relativ viel für den Radverkehr gemacht worden. Die Ambitionen sind erkennbar. Ich freue mich, auf dieser Super-Grundlage mit aufbauen zu können.“

In diesem Jahr nehmen sich die Verkehrsplaner folgende Punkte in Hameln vor:

Auf dem Hastenbecker Weg vor dem Bahnhofskreisel ist es für Radfahrer eng. Das soll sich bald ändern. Foto: Dana
  • Auf dem Hastenbecker Weg vor dem Bahnhofskreisel ist es für Radfahrer eng. Das soll sich bald ändern. Foto: Dana
  • Die Gröninger Straße erhält an der Kreuzung Erichstraße eine Fahrradaufstellspur und Fahrradampeln. Dort sind viele Schüler des Schiller-Gymnasiums unterwegs. Nicht vorgesehen ist es allerdings, dabei auch die Fahrradweglücke bis zum Mertensplatz zu schließen, ein gefährlicher Engpass.
  • Auf dem Hastenbecker Weg wird die Zufahrt zum Bahnhofskreisel für Radfahrer optimiert – durch einen 1,5 Meter breiten Schutzstreifen. Eine Verkehrsinsel an der Zufahrt zur Busstation wird hierzu versetzt. An einer fahrradgerechten Zufahrt zum Bahnhof und ausreichender Abstellmöglichkeit wird nicht gearbeitet.
  • Am Münsterwall wird auch die Abbiegespur zur Mühlenstraße eine Ampel erhalten. Bislang haben Radfahrer dort ein Stoppschild.
  • An der Löhner Eisenbahn wird der Belag erneuert.
  • Die Kuhlmannstraße, die insgesamt saniert wird, erhält bei dieser Gelegenheit neudimensionierte Radwege und -streifen – ähnlich wie in der Ohsener Straße bereits erfolgt.
  • Der Weser-Radweg soll zwischen Ruderverein und Löwenbrücke sowie zwischen Wehrbergen und Klärwerk eine „zeitgemäße Breite“ erhalten, damit Radtouristen sicher aneinander vorbeifahren können. Für diese Maßnahme sind Fördergelder nötig.

Als Werbung für die umweltfreundliche Fortbewegung wird es wieder das „Stadtradeln“ geben – vom 14. Mai bis 3. Juni. Diese Aktion soll diesmal möglichst gemeinsam mit dem Landkreis veranstaltet werden.

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