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11,50 Meter lange Barke läuft voll Wasser / Zwölfköpfige Mannschaft stürzt in Weser – Rettungsaktion

Fahrgastschiff soll Katamaran versenkt haben

Bergung des Havaristen: Feuerwehrleute aus Tündern demontieren zunächst den vollgelaufenen Katamaran, ziehen dann die Einzelteile an Land.

veröffentlicht am 06.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

Ulrich Behmann
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Tündern/Ohr. Diese Nikolaus-Fahrt wird die zwölfköpfige Mannschaft der 11,50 Meter langen Katamaran-Barke „Uhlenköper“ so schnell nicht vergessen: Kurz vor dem Ziel Hameln gingen die Frauen und Männer gestern um 15.15 Uhr in Höhe des Schiffsanlegers bei Ohr unfreiwillig baden. Drei hohe Wellen, die ein Fahrgastschiff verursacht habe, hätten das Boot versenkt“, sagte Besatzungsmitglied Wolfgang Pott (59) vom Ruderverein Uelzen.

Gut, dass die schiffbrüchigen Ruderer Schwimmwesten trugen. Eine Frau sagte, um nicht unterzugehen, habe sie sich an einen leeren Wasserkanister geklammert. Der Unfall löste auf beiden Seiten der Weser eine groß angelegte Rettungsaktion aus. Die Regionalleitstelle alarmierte ein Notarzt-Fahrzeug, zwei Rettungs- und einen Intensivtransportwagen des DRK sowie die Feuerwehren Kirchohsen, Ohr und Tündern.

Alle über Bord gegangenen Ruderer konnten sich aus eigener Kraft ans Ufer retten. Einige wurden von Sanitätern in Empfang genommen und zum Ruderverein „Weser“ gebracht. Dort hätten sich die Frierenden warm abduschen und aufwärmen können, hieß es. Feuerwehrleute ließen ein Boot zu Wasser und begleiteten das vollgelaufene Boot bis zum Jachthafen an der Tündernschen Warte. Dort warteten schon Freiwillige aus Tündern. Sie zogen den Havaristen mit Seilen an Land.

Mit ihrer Katamaran-Barke waren die Ruderer am Samstagmorgen in Wahmbeck bei Bad Karlshafen zu einer zweitägigen Nikolaus-Weserwanderfahrt gestartet. Die erste Etappe der 94 Kilometer langen Tour führte bis nach Polle. Gestern setzte die Gruppe die Flussreise nach Hameln fort. Das Boot war am Bug mit einem Weihnachtsbaum geschmückt. Am provisorischen Heckmast baumelte ein aufgepusteter Nikolaus.

„Die letzte Welle, die auf uns zukam, war sicher anderthalb Meter hoch“, meint Wolfgang Pott. „Große Mengen Wasser sind in die beiden Ruderboote, die den Doppelrumpf unserer Barke bilden, geschwappt.“ Innerhalb weniger Sekunden sei das Boot „abgesoffen“, berichtete ein Crew-Mitglied.

Heute wird die Wasserschutzpolizei Hameln die Ermittlungen des Einsatz- und Streifendienstes fortsetzen.



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