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Fahrerflucht: Fahnder stoppen Sattelzug

veröffentlicht am 01.04.2011 um 18:25 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:36 Uhr

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Hameln (ube). 1066 Fälle von Verkehrsunfallflucht sind der Polizeiinspektion im vergangenen Jahr gemeldet worden: Rund die Hälfte konnten die Ermittler aufklären. Am Donnerstag waren die Beamten besonders fix. Bereits nach 15 Minuten hatten sie den mutmaßlichen Unfallverursacher gestellt.


 Um 15.30 Uhr hatte ein Sattelzug unweit der Einmündung Tunnelstraße/Hastenbecker Weg beim Abbiegen einen Mercedes, der auf einem Nebenfahrstreifen stand, gerammt. Das Heck des Aufliegers war offenbar ausgeschwenkt. Schaden am Auto des 75-jährigen Hamelners: etwa 6000 Euro. Der Lkw-Fahrer hielt nicht an. Nach dem Notruf des geschädigten Seniors löste die Inspektion eine Fahndung nach dem Lastzug aus. An der Kuhbrückenstraße wurde der Schwertransporter entdeckt und von einer Steifenwagen-Besatzung gestoppt. „An dem Lkw haben die Kollegen frische Beschädigungen entdeckt. Dem 49 Jahre alten Sattelzugführer aus Hünfeld wurde mitgeteilt, dass gegen ihn wegen Unfallverursachung und Fahrerflucht ermittelt wird“, sagte Oberkommissar Jörn Schedlitzki. Der Berufskraftfahrer will den Zusammenstoß nicht bemerkt haben: „Ich bin davon ausgegangen, dass ein Rad des Tiefladers über die Verkehrsinsel gefahren ist“, sagte er.

Über die schnelle Ermittlung des Unfallverursachers zeigte sich auch insbesondere der Mercedes-Fahrer erfreut. In Sachen Schadensregulierung tritt nun die Kfz-Versicherung des unfallverursachenden Sattelzuges ein.
 Eine Aufklärungsquote von etwa 50 Prozent bedeutet eben auch, dass rund die Hälfte der 1066 Verkehrsunfallfluchten des Jahres 2010 nicht aufgeklärt werden konnte. Insbesondere der Unfall mit geringem Sachschaden (beispielsweise der abgefahrene Außenspiegel oder die Beule im Auto nach dem Einkaufsbummel) bereitet der Polizei Probleme.
 Die Polizei bittet alle Verkehrsteilnehmer daher in diesem Bereich um Mithilfe. „Seien Sie couragiert, wenn Sie einen Parkrempler beobachten“, sagt Schedlitzki. „Jeder kann schon helfen, indem er nach einem von ihm beobachteten Unfall die Polizei informiert und sich als Zeuge zur Verfügung stellt. Wer wäre nicht froh, wenn er einen wichtigen Zeugen im Fall einer Unfallflucht auf seiner Seite hätte.“



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