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Verkehrsplaner empfiehlt Hastenbeckern die Hamelner Innenstadt zum Einkaufen

„Fahren Sie einfach etwas weiter mit uns“

Hastenbeck. Wenngleich viele Hastenbecker das anders sehen, „verfügt die Ortschaft über ein gutes Nahverkehrsangebot“. Das betonte jetzt Mathias Marschall, Verkehrsplaner bei den Öffis im Nahverkehr Hameln-Pyrmont. Kleinere Schwachpunkte seien nur schwer auszubügeln, da sie Auswirkungen auf den gesamten Linienfahrplan hätten, erklärte der Diplom-Ingenieur vor dem Ortsrat.

veröffentlicht am 21.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilhelm Thies
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Wochentags sei Hastenbeck über die Linie 4, die weiter nach Afferde, den Hamelner Bahnhof und die Innenstadt nach Halvestorf/Haverbeck führe, ans Linienbusnetz angeschlossen, führte Marschall aus. Dazu käme die Linie 51 mit einigen Fahrten, die weiter nach Bisperode oder Bodenwerder führe. Auch eine Verbindung nach Voremberg, auf die die Hastenbecker laut ihres Ortsbürgermeisters einen besonderen Wert legten, sei vorhanden. Nach 18 Uhr und am Wochenende werde Hastenbeck durch die Linie 94 versorgt, die dann aber über Tündern führe. „Das hat den Hintergrund, dass Afferde dann auch anders angebunden ist und wir bei einer Linienführung über diesen Nachbarort für den Bus in Hastenbeck zu lange Wartezeiten von 30 bis 40 Minuten hätten. Das würde sich nicht rechnen“, begründete der Verkehrsplaner, der die Verbindung über Tündern als „problemlos“ bezeichnete. Marschall ist jedoch bekannt, dass es in Hastenbeck keinen Nahversorger gibt und daher gern die Einkaufsmärkte in Afferde genutzt werden, was mit der Route über Tündern am Wochenende entfalle. „Wir können es leider nicht jedem recht machen, aber hier ist keine Änderung geplant“, bekannte der Verkehrsplaner.

Gerade was den Einkauf in Afferde betreffe, sei immer wieder bemängelt worden, dass die Wege von den Haltestellen der Linie 4 im Ort recht lang seien. Deshalb hat Marschall nachgemessen: „Sie liegen zwischen 300 und 800 Meter. Das ist im letzteren Fall zwar etwas weiter, aber durchaus zumutbar“, meinte er, denn die Linienführung in Afferde zu ändern, sei problematisch. Zum einen würde der Linienbus umständlich hin und her fahren müssen und somit längere Strecken zurücklegen, zum anderen bräuchte das auch ein Mehr an Zeit. „Deshalb werden auch diese Pläne von den Öffis derzeit nicht weiterverfolgt“, sagte Marschall. In diesem Zusammenhang berichtete der Ingenieur von dem Vorhaben, eine zusätzliche Bushaltestelle der Linie 4 an der Afferder Cumberlandstraße kurz hinter der Leipziger Straße in Höhe der ehemaligen englischen Wohnblocks einzurichten. „Wir sind jedoch vom Ortsrat Afferde ausgebremst worden, der diesen Plan als einziges Gremium ablehnte. Wir wollten nicht gegen den Willen der Ortspolitiker handeln, aber das hätte zum Beispiel den Weg zum Edeka-Markt schon verkürzt“, erklärte Marschall. Da diese Haltestelle problemlos eingerichtet werden könne, will Hastenbecks Ortsbürgermeister Walter Kinast (CDU) nun noch einmal das Gespräch mit dem Ortsrat Afferde suchen.

Zur Problematik der weiten Einkaufswege für die Hastenbecker hatte der Verkehrsplaner aber auch noch einen Tipp im Gepäck: „Fahren Sie einfach etwas weiter mit uns zum Hamelner Hefehof-Gelände, zum Bahnhof oder in die City. Dort gibt es genügend andere Einkaufsmöglichkeiten, die auf kurzem Weg zu erreichen sind.“



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