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Maskierte Täter überfallen nachts Seniorin in ihrer Wohnung / Zwei Verdächtige festgenommen

Fahndung nach Räuber-Trio

Hameln. Eine 77 Jahre alte Seniorin ist in der Nacht zu gestern in ihrer Wohnung an der Rohrser Warte von drei maskierten Männern überfallen und ausgeraubt worden. Der Frau wurde Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Als sie gewaltsam aus ihrem Schlafzimmer gedrängt wurde, stürzte sie zu Boden. Die Verletzte wurde später mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren. Die Opferschutzorganisation „Weißer Ring“ kümmert sich um die geschockte Frau.

veröffentlicht am 10.09.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 18.01.2017 um 09:22 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Ein Nachbar war gegen 1 Uhr durch Hilferufe und lautes Gepolter auf das Verbrechen aufmerksam geworden. Er wählte sofort den Notruf 110. Die Leitstelle schickte alle verfügbaren Streifenwagen von nah und fern zum Tatort. Die ersten Kräfte hätten bereits drei Minuten später vor der Haustür der Rentnerin gestanden, hieß es. Als die Frau mit geröteten Augen öffnete, suchten die Räuber gerade das Weite. „Die Kollegen haben das Klirren einer Scheibe und Schritte von weglaufenden Personen gehört“, berichtet Oberkommissar Jens Petersen. Sie hätten sofort die Verfolgung aufgenommen, allerdings einige Zäune, Türen und Tore überwinden müssen. Dabei verloren sie die Täter, die durch die Gärten in Richtung „Kuckuck“ flüchteten, in der Dunkelheit aus den Augen. An der Großfahndung war auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera beteiligt. „Phönix“ kreiste über Rohrsen und Afferde. Die Suche nach den Gewalttätern verlief zunächst ohne Erfolg. Am Mittag nahmen Polizisten zwei Verdächtige fest. Sie werden derzeit vernommen.

Die alte Dame wurde durch ein Poltern und Hundegebell aus dem Schlaf gerissen. Sie stand auf, sah in ihrer Wohnung nach dem Rechten, konnte aber nichts Außergewöhnliches feststellen. Zurück in ihrem Schlafzimmer hörte sie ein Klirren. Was die Hamelnerin zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Die Räuber hatten gerade die Scheibe der Terrassentür eingeworfen. Plötzlich standen drei Männer vor ihr. Einer besprühte sie sofort mit Reizgas. Als sie um Hilfe schrie, hielt ihr ein Täter den Mund zu.

Seine Komplizen durchwühlten Schubladen und Schränke, entwendeten Schmuck. Dem Opfer wurde eine Kette vom Hals gerissen. Das Trio verlangte Bargeld, drohte der Seniorin Schläge an. Die Frau übergab den Verbrechern daraufhin eine Geldtasche.

Von den Gesuchten gibt es nur eine vage Beschreibung: Es waren drei Männer mit Sturmhauben. Einer hatte auffällig dunkle Haut, ein anderer war etwa 1,70 Meter groß.

Später in der Nacht wurde der Polizei eine Straftat gemeldet, die bereits gegen 0.30 Uhr an der Straße „Kuckuck“ verübt worden war. Ein 55-jähriger Anwohner hatte gerade Gelbe Säcke zur Abholung an den Straßenrand gelegt. Plötzlich standen mehrere Männer vor ihm, die von ihm die Zigarette, die er sich gerade angezündet hatte, verlangten. Rücke er sie nicht raus, werde er Schläge kassieren, bekam er zu hören. Einer der Täter hatte auffallend dunkle Haut. Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen besteht, werde geprüft, teilte Petersen mit.

Die Opferhilfeorganisation „Weißer Ring“ hat die Betreuung des 77-jährigen Opfers zugesagt. Christian Jahn-Pabel, Leiter der Außenstelle Hameln-Pyrmont, berichtete gestern, in diesem Jahr hätten bereits 50 Opfer Hilfeleistungen in Anspruch genommen. „Das reicht von menschlichem Beistand und persönlicher Betreuung über die Begleitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht, der Gewährung von Rechtsschutz bis hin zu finanziellen Unterstützungen von tatbedingten Notlagen“, erklärt Jahn-Pabel.



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