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Facebook-Partys: Brief löst Ermittlungen aus

veröffentlicht am 23.05.2012 um 18:13 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (ube). Blutige Schlägereien, Sturzbetrunkene auf Straßen und Wegen, Scherben auf dem Marktkauf-Parkplatz und auf Feldern, Diebstähle, Vandalismus, Unfallflucht, ein blockierter Bahnübergang und hochgefährliche Situationen auf der B  83 – das soll die Schattenseite der über Facebook organisierten Wanderungen am 1. Mai (Tipp auf der Facebook-Seite: „Bringt Euch zu viel zu Saufen, ein wenig Proviant und was ihr noch als Support benötigt mit – und dann geht’s ab!“) und am Vatertag gewesen sein (wir berichteten). Ein Brief hat am Mittwoch Ermittlungen der Polizei ausgelöst.

Die Polizei hatte wegen der nicht angemeldeten Feiertagsveranstaltungen, an denen jeweils mehr als 200 Jugendliche teilnahmen, „zahlreiche Einsätze abzuarbeiten“. Allein am 1. Mai waren Beamte in Sachen Facebook-Party sieben Stunden unterwegs. Die Bürger von Wehrbergen seien es leid, sich die Feiertage „von einigen Idioten versauen zu lassen“, hat Karsten Meyerhoff, Ortsbürgermeister von Wehrbergen und Mitglied im Ausschuss für Recht und Sicherheit der Stadt Hameln, am Mittwoch an die Leiterin der Ordnungsabteilung, Christine Barner, geschrieben. Dem Politiker graut es vor den Pfingstfeiertagen. Er hofft, dass die Stadtverwaltung nicht länger ihre Augen vor dem Problem verschließt, im Vorfeld aufklärt und gegebenenfalls einschreitet, um weitere drohende Exzesse zu verhindern.
Die Dewezet fragte nach - und erfuhr: Die Stadt Hameln will eine weitere unangemeldete Wanderung nicht dulden. „Ein drittes Mal wird es nicht geben“, kündigt ihr Sprecher Thomas Wahmes an. Man werde versuchen, die Verantwortlichen der letzten beiden Veranstaltungen ausfindig zu machen, um sie zu belangen. Um nicht Überraschungen zu erleben, wünsche sich die Polizei Bürgerhinweise auf entsprechende Einträge bei Facebook, sagt Oberkommissar Jörn Schedlitzki. Denn: „Wir recherchieren nicht anlassunabhängig.“ Was die Ordnungsabteilung plant, welche Straftaten passiert sind - und warum die Polizei Meyerhoffs Brief zum Anlass genommen hat, Ermittlungen von Amts wegen einzuleiten, lesen Sie in der Donnerstagausgabe der Dewezet.



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