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Extrem lauter Knall in Hameln - der Blackout und die Folgen

veröffentlicht am 22.05.2011 um 18:55 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (ube). Ein Stromausfall hat in Hameln zu zahlreichen Problemen geführt. Auch auf Holzminden wirkte sich der Blackout offenbar aus. Es war 5.16 Uhr, als am frühen Sonntagmorgen viele Hamelner von einem extrem lauten Knall geweckt wurden. Danach war der Strom in der gesamten Kernstadt, im Klütviertel und im Industriegebiet Süd weg. „Es hat sich angehört wie eine Explosion“, erzählt Bernhard Mandla (48).

Notstromaggregate sprangen an, Brandmeldeanlagen spielten verrückt, Computer stürzten ab, Feuerwehren rückten aus – und die Regionalleitstelle Weserbergland musste personell verstärkt werden.

Um 5.23 Uhr wurde die Wachbereitschaft zum Sana-Klinikum am Saint-Maur-Platz gerufen. Wie in solchen Fällen üblich, alarmierte der Disponent noch zwei weitere Löschzüge. Was zu diesem Zeitpunkt niemand wusste: Es war blinder Alarm, ausgelöst durch den Stromausfall. Kurz darauf liefen zahlreiche Fehlermeldungen auf. Die Anlagen im Gesundheitscampus an der Wilhelmstraße, im Hochzeitshaus und im Museumscafé an der Osterstraße und sogar in der Leitstelle an der Ruthenstraße zeigten Störungen an.

Im Hamelner Krankenhaus dauerte es nur Millisekunden bis große Akkus die Klinik wieder mit elektrischer Energie versorgten. Zwei Minuten später sprangen Notstromdiesel an. Auf der Intensivstation hätten einige Geräte neu eingestellt werden müssen, sagt Peter Höxter vom Sana-Klinikum. Das habe aber keine Auswirkungen auf die Patienten gehabt. Durch den Stromausfall sei es allerdings zu Störungen am Telefonleitungsnetz und in der EDV gekommen. Weil Laborwerte und Röntgenbilder deshalb stundenlang nicht mehr digital verfügbar waren, mussten sie ausgedruckt und per pedes zu den Stationen gebracht werden. Techniker seien bis zum Nachmittag damit beschäftigt gewesen, die Probleme zu beheben. Auch auf Radio Aktiv wirkte sich der Stromausfall aus. „Sämtliche Sendecomputer waren während der ersten Programmstunden lahmgelegt“, teilte der Lokalsender mit.

Sonderbar: Auch in Bevern (Landkreis Holzminden) wurde ein Knall gehört, rückte die Feuerwehr aus, weil die Brandmeldeanlage der Firma „Symotion“ um 5.28 Uhr Alarm ausgelöst hatte. Augenzeugen berichteten, in der Stadt Holzminden sei „für kurze Zeit der Strom weg gewesen“. „Bei uns in der Wache ging für etwa eine Sekunde das Licht aus“, berichtet ein Polizist. Ein Computer sei dadurch abgestürzt, ein anderer jedoch weitergelaufen.
 Bei Redaktionsschluss wurde in Hameln immer noch nach der Ursache für den Blackout gesucht. Die Versorgung werde seit 5.39 Uhr über eine 30 000-Volt-Ersatzleitung sichergestellt, erklärt Achim Hothan von der Netzleitstelle. Heute wird ein Spezialmesswagen anrücken.



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