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Upnor soll für Fußgänger vorzeitig geöffnet werden

Ex-Britengelände an der Weser nun doch bald offen für alle?

HAMELN. War alles nur ein großes Missverständnis? Haben Politik und Rathaus schlichtweg aneinander vorbeigeredet? Zumindest kann sich die Stadtverwaltung jetzt doch eine Öffnung von Upnor – dem ehemals britischen Militärgelände zwischen Weser und Fischbecker Landstraße – vorstellen – unter bestimmten Voraussetzungen.

veröffentlicht am 31.01.2019 um 13:48 Uhr
aktualisiert am 31.01.2019 um 21:20 Uhr

Zugänge zu dem ehemaligen Militärgelände an der Weser gibt es auch jetzt schon – wenn auch nicht rechtmäßig. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Die Stadtverwaltung hatte zuletzt allerhand kostspielige Maßnahmen angeführt, die getroffen werden müssten, wenn Upnor für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden würde: vom Aufstellen von Toilettenhäuschen über das Anbringen von Mülleimern und Absicherungen der befahrbaren Streckenabschnitte bis zum Einsatz eines Sicherheitsdienstes (wir berichteten).

„Wieso wurde eigentlich ein möglicher Flugzeugabsturz nicht bedacht, für den eine Vernebelungsanlage installiert werden muss, oder die Möglichkeit, dass sich in der Weser vielleicht doch Krokodile befinden?“, fragte in Anbetracht dessen ein offenkundig genervter Hans Wilhelm Güsgen (FDP) am Mittwoch in der Sitzung des Umweltausschusses in Richtung Stadtverwaltung. Die FDP hatte, wie berichtet, den Antrag gestellt, das Upnor-Gelände vorzeitig zu öffnen, ehe in unabsehbarer Zukunft dort ein vom Rathaus geplantes Freizeitgelände entstehen könnte. Es folgte nun eine lange Diskussion, in der alle Fraktionen – bis auf „Die Mitte“, die sich nicht an der Debatte beteiligte – den Wunsch beteuerten, das strittige Gelände doch zumindest für Fußgänger so zeitnah wie möglich zu öffnen. Nichts anderes habe die FDP mit ihrem Antrag bezweckt, legte Güsgen nach. Das war dann auch der Verwaltung klar, die einräumte, den FDP-Antrag möglicherweise zu weit gedacht zu haben. Daraufhin einigten sich Politik und Verwaltung darauf, das Upnor-Gelände nach Möglichkeit von der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) zu pachten, ein, zwei kleine für Fußgänger passierbare Pforten im Zaun anzubringen und jemanden zu finden, der die Rasenfläche gelegentlich mäht. Letzterer könnte laut Güsgen in Person eines Landwirts zu finden sein, der bis vor kurzem die Fläche gepachtet habe und sich bereiterklären würde, die Fläche weiterhin zu mähen.

Auf gewisse Weise bliebe damit bis auf Weiteres alles beim Alten. Denn schon jetzt wird Upnor von vielen Fußgängern genutzt, indem sie durch Löcher im Zaun auf das Gelände gelangen.



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