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Viele leere Plätze bei Diskussion in der Sumpfe

Europa – die Jugend zeigt wenig Interesse

Hameln (git). „Wir haben zurzeit Hochkonjunktur, viele Menschen wollen etwas wissen.“ Mit diesen Grußworten richtete sich Michael Buckup, beim Europäischen Informations-Zentrum Niedersachsen zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, in der Sumpfblume an die Hamelner, doch in der Rattenfängerstadt schien das Thema am Freitagabend nicht gerade Hochkonjunktur zu haben, denn viele Plätze blieben leer. Zeitweilig stieg die Besucherzahl zwar auf 60 Personen, die Hälfte von ihnen waren aber keine Jungwähler. Und gerade die sollten kommen, um sich zur bevorstehenden Europawahl am 7. Juni zu informieren.

veröffentlicht am 01.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 19:41 Uhr

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Das Konzept, auf gewohntes Freizeit-Terrain der Jugendlichen zu setzen, ging nicht auf. Organisator Reinhard Burdinski vom Kreisverband Hameln der Europa-Union Deutschland, zeigte sich aber nicht enttäuscht. „Ich freue mich, dass die Politiker so ehrlich geantwortet haben. Es ist eben schwer, junge Menschen zu motivieren. Wir haben es auf jeden Fall versucht.“

Die, die gekommen waren, erlebten drei Europapolitiker, die aus dem Nähkästchen plauderten. Für die SPD beantwortete die Abgeordnete Erika Mann Fragen, Kandidat Burghard Balz diskutierte im Namen der CDU und Hahle Badrnejad (Grüne) sprach als Europaexpertin ihrer Partei. Die Schüler Rebekka Petters, Lars Wassermann und Kai Klemme führten als Moderatoren durch den Abend.

Zielorientierte Fragen an die Politik

Nach Kurzporträts der Politiker ging es ans „Eingemachte“. Zielorientierte Fragen galt es zu beantworten. Der zweite Teil der Diskussions-Runde bezog das Publikum mit ein und behandelte die Themen „Ausbildung und Studium“, „Mobilität und Reisen“ und „Arbeit und Wirtschaft“. Warum sollten man als Schüler nach Europa blicken? Hat Deutschland eine Vorreiterrolle? Ist Reisen leichter geworden? Sollte es ein Fach Europa in der Schule geben“, fragten die Moderatoren? Das Publikum interessierte sich für die Dauer der Rückführung von Fehlentscheidungen und fragte, ob das Handwerk noch etwas zähle? Bonnie Pflugmacher und Krystian Schenk gehörten zu den Jugendlichen die, den Weg in die „politische Sumpfe“ gefunden hatten. Die beiden jungen Menschen erhofften sich Information über die genauen Ziele der Politiker, außerdem wollten sie die Chance nutzen, Fragen zu stellen. Beide waren aber auch gekommen, um den Livebands zuzuhören. „4-delay“ und „High Pressure Systems“ sorgten für musikalische Unterhaltung zwischendurch.

Nur verhalten war das Interesse der Jugendlichen an der von der Europa Union veranstalteten Podiumsdiskussion in der

Sumpfblume.

Foto: git

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