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Seit Wochen hatte es eifrige Diskussionen um die Neugestaltung des Brunnenplatzes gegeben

Es passt! Alle Bäume an der Bahnhofstraße bleiben

Hameln. Alle Bäume können bleiben. Die Feuerwehr hat am Donnerstagvormittag an der Bahnhofstraße den Ernstfall geprobt und es stellte sich heraus: Wenn man den Wagen samt Drehleiter auf der Bushaltestelle Deisterstraße positioniert - und nicht wie eigentlich geplant an der Bahnhofstraße - ist kein Baum im Weg.

veröffentlicht am 18.02.2016 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 19:21 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Eigentlich war das Schicksal des Baumes schon besiegelt. Er muss weg. Dann jedoch kam alles anders.

Seit Wochen hatte es eifrige Diskussionen um die Bäume und die Neugestaltung des Brunnenplatzes gegeben. Bei einer sogenannten „Probeanleiterung“ der Feuerwehr stellte sich nun heraus, dass einer der vier Bäume an der Bahnhofstraße den Rettungsweg zu den Wohnhäusern tatsächlich behindert. Die Drehleiter kann nur eine der zwei Dachgauben erreichen und steckt dabei schon weit im Geäst des Ahorns. Zudem muss der Wagen der Feuerwehr durch ein Beet so weit vom Einsatzort entfernt stehen, dass bereits eine Sicherung der Drehleiter einrastet. Fazit: Sowohl der Baum als auch das Beet müssen entfernt werden.

Die Übung der Feuerwehr war von den Hamelner Grünen – insbesondere von der Fraktionsvorsitzenden Ursula Wehrmann – ins Leben gerufen worden. Dass einer der Bergahorne tatsächlich gefällt werden muss, sei zwar schade, aber „die Sicherheit ist damit gewährleistet und Menschenleben gehen immer vor“, so Wehrmann. Jobst Brüggemann von der CDU erklärt: „Es ist schwierig hier eine Abwägung zu treffen. Aber man sollte auch die Fachleute hören.“ Und Sylke Keil (CDU) sagt: „Einen der Bäume zu fällen, ist das kleinere Übel.“

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  • Dann jedoch die Idee: Parkt man das Einsatzfahrzeug an der Bushaltestelle, steht keiner der vier Bäume im Weg. Sie alle können erhalten bleiben.

Dann jedoch die Idee: Was, wenn man den Feuerwehrwagen nicht an der Bahnhofstraße sondern auf der Bushaltestelle Deisterstraße positioniert? „Dann müssen wir die Drehleiter zentimetergenau zwischen Ampel und Laternenmast hindurch schwenken. Das ist ein Glücksspiel“, sagt Andreas Zerbe. Er ist skeptisch. Zumal eine Übung nicht das Gleiche sei, wie ein tatsächlicher Einsatz, „wenn es regnet, dunkel ist, Menschen am Fenster um Hilfe rufen“, so Zerbe. Ausprobieren wolle man es aber dennoch.

Der Feuerwehrwagen – der nach der eigentlich schon abgeschlossenen Übung bereits wieder abgezogen worden war – kehrt zurück und positioniert sich auf der Bushaltestelle. Die Stützen werden ausgefahren, die Drehleiter schwenkt präzise zwischen Ampel und Laterne hindurch – und es passt. Keiner der vier Bäume blockiert den Rettungsweg. Ursula Wehrmann freut’s: „Das war eine gute Idee. Toll, dass Herr Zerbe das noch ausprobiert hat.“



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