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Regional-Kochbuch über das „sagenhafte Weserbergland“ / Rezepte von vier heimischen Profis

Es ist serviert!

Hameln. „Ein Kollege zeigte mir sein Kochbuch aus dem Kreis Rotenburg-Wümme und ich konnte mir vorstellen, das für Hameln auch zu machen“, erklärt Thomas Ellmer den Ursprung seiner Idee. Der Koch hat, zusammen mit seinen Kollegen Christian Arend, Thomas Heimsoth und Christian Hess vom Verein der Köche „Das Kochbuch Hameln-Pyrmont: Spezialitäten und Geschichten aus dem sagenhaften Weserbergland“ geschrieben und veröffentlicht. „Ich habe meine Kollegen einfach gefragt, ob sie auch Lust dazu hätten und dann fing die Arbeit eigentlich auch schon an“, erinnert sich Ellmer. Denn die erste Idee, heimische Köche um Rezeptideen zu bitten, zerschlug sich schnell. „Sie beteiligten sich nicht so, wie wir es erhofft hatten“, so Ellmer. Daher schrieben seine Kollegen und er die Rezepte einfach selbst. Das sei aber gar nicht so einfach, denn in einem Kochbuch stecke mehr Arbeit, als mancher denken mag. „Von der geborenen Idee bis zur Fertigstellung haben wir etwa zwei Jahre gebraucht“, erinnert sich der 51-Jährige. „Ich hatte auch einen Termin bei Landrat Tjark Bartels, das hat natürlich erstmal gedauert. Nun hat er uns aber ein wirklich tolles Vorwort geschrieben.“

veröffentlicht am 08.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

von svenja-a. möller
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Er und seine Kollegen beziehungsweise Mit-Autoren sind ganze anderthalb Jahre durch das Land gefahren, um Landschaftsaufnahmen zu machen. „Wir haben viele schöne Fotos gemacht, aber auch von Privatleuten haben wir Material bekommen, von Jägern, von Freunden, von Einzelpersonen.“ Selbstverständlich ist das regionale Kochbuch mit Aufnahmen aus dem Weserbergland bebildert. Ebenso wichtig für ein Weserbergland-Kochbuch: Geschichten aus dem Weserbergland: „Es gibt Berichte über die Aromac-Senf-Fabrik, Burg Coppenbrügge, über das Kloster Marienau, den Hüttenstollen, den Wasserbaum und natürlich auch den Rattenfänger, Baxmann und Münchhausen“, zählt Ellmer auf. Das Kochbuch sei also nicht bloß ein Kochbuch wie man es kennt, sondern liefere zahlreiche Landschaftsansichten, traditionsreiche Geschichten und Einblicke in die Vielfältigkeit der Region. Das Buch führt quer durch die regionale Geschichte – sowohl die Augen als auch den Gaumen.

Entstanden ist letztendlich ein 160 Seiten starkes Kochbuch mit rund 140 Rezepten, die laut Ellmer „bodenständig und für jeden nachkochbar sind“. Darauf sei besonderer Wert gelegt worden: „Alle Rezepte wurden von Hausfrauen gegengelesen. Damit sie auch verständlich sind; ein Koch schreibt Rezepte ja ganz anders“, erklärt Ellmer. Auch auf die Vielfalt der Rezepte habe man geachtet. Ellmer zählt auf: „Es gibt Salate, Hauptgerichte, Desserts und Kuchen, Eintöpfe, Klöße, vegetarische Gerichte.“ Das Kochbuch bietet unter anderem einen Rattenfängerschmaus mit Hollerblütenschmand, Weserspatzen in Hagebuttenrahm, ebenso Münchhausens Bierkugeln oder Buttermilchkartoffel mit Speck und Zwiebeln. Ellmer betont, dass bei allen Gerichten darauf geachtet worden sei, die Zutaten in der Region kaufen zu können – auf Wochenmärkten, in Hofläden. Seltene Gewürze oder Zutaten, die man in keinem örtlichen Handel bekommt, habe man bewusst vermieden. Aber: „Es sind allerdings auch zwei oder drei Rezepte von Sternekoch Achim Schwekendiek drin, da kommen dann auch mal andere Zutaten vor“, so Ellmer.

Noch bis kurz vor dem offiziellen Verkaufsstart hatte auch Ellmer das Kochbuch noch nicht in der Hand: „Ich hatte es nur als PDF“, gibt er zu. Der Koch ist froh, dass er und seine Kollegen es geschafft haben, das Werk noch vor Weihnachten in den Handel zu bringen. Der Verkaufsstart in der vergangenen Woche fühlte sich für die vier Autoren dann sicherlich auch schon ein wenig wie Weihnachten an.

3 Bilder

„Das Kochbuch Hameln-Pyrmont: Spezialitäten und Geschichten aus dem sagenhaften Weserbergland“ ist in einer Startauflage von 5000 Stück im Verlag Edition Limosa erschienen und ab sofort im Handel erhältlich. Ein Teil des Erlöses wird gespendet.

So schmeckt das Weserbergland – in dem Kochbuch gibt’s Rezepte und Geschichten, zum Beispiel aus dem Hamelner Pfannekuchenhaus. Hier gibt’s schon einmal ein Rezept vorab.



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