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Grüne fordert Verringerung der hohen Belastungen / Auch Anwohner hält Zählungen für überflüssig

„Es ist entsetzlich auf der Basbergstraße!“

Hameln (CK). Die Aussage von Ralf Wilde, Fachbereichsleiter Umwelt und technische Dienste, wonach die Stadt Hameln in den neuen, allerdings noch nicht genehmigten Haushalt 80 000 Euro eingestellt habe, um auf der stark belasteten Basbergstraße eine Verkehrszählung durchzuführen, hat bei Hausbesitzern entlang dieser Verkehrsader Kopfschütteln ausgelöst. „Das ist völlig daneben. Da könnte man auch zwei Schüler hinstellen und das Geld sparen“, glaubt ein Immobilienbesitzer, der seit langem über Lärm und Dreck durch den stetig zunehmenden Verkehr auf der Basbergstraße klagt und deshalb bereits Probleme hat, Mieter für sein Haus zu finden beziehungsweise überhaupt zu halten.

veröffentlicht am 30.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 06:21 Uhr

Ursula Wehrmann (Grüne)
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Auch Ursula Wehrmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Hamelner Rat, glaubt nicht an den Sinn einer solchen Verkehrszählung. Das ist Schwachsinn“, kommentiert sie. Das Problem sei doch längst erkannt, dafür benötige man keine Verkehrszählungen mehr. „Es ist entsetzlich auf der Basbergstraße. Da kann man nicht mal mehr ein Fenster öffnen“, so die Grüne. Und die Tatsache, dass bereits eine Zählung und auch Messungen seitens des Landkreises Hameln-Pyrmont stattgefunden hatten – mit dem Ergebnis, dass von über 600 Autos lediglich fünf Fahrer zu schnell waren, ist nach ihrer Ansicht nicht aussagekräftig. „Gerast wird dort immer dann, wenn nicht viel los ist“, sagt sie.

Ursula Wehrmann verweist in diesem Zusammenhang auf einen Antrag, für den sie in der Mehrheitsgruppe aus SPD, FDP und Grünen bereits im Mai vergangenen Jahres geworben hatte. Damit wurde die Verwaltung beauftragt, für die Strecke Basbergstraße/Fahlte/Reimerdeskamp und Reherweg, alles Straßen im Zuständigkeitsbereich der Stadt Hameln, geeignete Maßnahmen für Geschwindigkeitsbeschränkungen wie etwa Tempo 30 oder eine Tonnenbegrenzung beiziehungsweise ein Nachtfahrverbot für Lkw aufzuzeigen.

Begründung damals: Die Anwohner dieser Straßen seien seit langen Jahren infolge des hohen Verkehrsaufkommens und des Lkw-Verkehrs immer stärker belastet durch Lärm und Feinstäube, was sich in heißen Sommern noch verstärke. Die Mehrheitsgruppe hielt schon im vergangenen Jahr diese Belastungen für „nicht mehr zumutbar“. „Im Rahmen eines Luftreinhalteplans kann es nicht sein, dass durch bloße Verkehrsumleitungen diejenigen, die ohnehin schon in hohem Maße belastet sind, noch mehr belastet werden. Neben einer Förderung von ÖPNV und Fahrradverkehr müssen die Möglichkeiten für effektive Maßnahmen für Geschwindigkeitsbeschränkungen und, wenn möglich, auch zur Einschränkung des Lkw-Verkehrs für diese Strecken von der Verwaltung zeitnah geprüft werden, damit so schnell wie möglich eine Verbesserung der Situation für die betroffenen Anwohner erreicht werden kann“, lautete damals die weitergehende Begründung. Ursula Wehrmann: „Es muss endlich mal etwas passieren!“



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