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Haverbecks „Auf dem Berge“ voll erschlossen

Es ist angerichtet - beliebtes Baugebiet fast ausverkauft

HAVERBECK: Daus Baugebiet ist bei Bauherren beliebt. Sechs von den neun Grundstücke im zweiten Abschnitt des Haverbecker Gebiets „Auf dem Berge“sind verkauft, meldet die Sparkasse Hameln-Weserbergland. Wenn die übrigen drei weg sind, will auch die Stadt mit den benachbarten Grundstücken in die Vermarktung gehen.

veröffentlicht am 19.12.2017 um 15:25 Uhr

Ortsbürgermeister Torsten Sander (Mitte) freut sich, dass das Warten ein Ende und Haverbeck wieder Bauplätze zur Verfügung hat. Zum Spaten gegriffen haben André Horstmeyer (li.) von der Sparkasse Hameln-Weserbergland und Stadtbaurat Hermann Aden. Fot
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Der Ausblick könnte herrlich sein; wenn nicht gerade dichtes, nasses Grau die Landschaft verhüllte. Bestes Bauwetter sieht anders aus, doch dem Verkauf der Grundstücke im zweiten Abschnitt des Haverbecker Gebiets „Auf dem Berge“steht das offenbar nicht im Wege. Sechs von neun Grundstücken sind verkauft, meldet die Sparkasse Hameln-Weserbergland. Wenn die übrigen drei weg sind, will auch die Stadt mit den benachbarten Grundstücken in die Vermarktung gehen. Fertig erschlossen ist das Baugebiet jetzt – nach Jahren der Diskussion und Bedenken.

Der Ortsbürgermeister wollte gern, die Stadt Hameln wollte auch, „aber wir mussten hier ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten, hier zu erschließen“, erzählt Stadtbaurat Hermann Aden von der Zurückhaltung, die die Sparkasse Hameln-Weserbergland anfänglich an den Tag gelegt hatte, als es um dieses Baugebiet ging. Letztlich hat sich das Finanzinstitut überzeugen lassen und sowohl ihre Fläche von 6040 Quadratmetern als auch die Fläche der Stadt Hameln mit 7723 Quadratmetern erschlossen. In zwei Abschnitten werden die Grundstücke jetzt vermarktet.

„Das Baulandangebot ist gut angenommen worden“, sagt Sparkassen-Geschäftsführer André Horstmeyer. Für Ortsbürgermeister Torsten Sander ist das wohl keine Überraschung. An ihn waren immer wieder Interessenten herangetreten, auch ehemalige Haverbecker, die jetzt gerne in ihre Heimat zurückwollten. Unter den bisherigen Käufern seien jetzt sowohl diese als auch Familien von außerhalb.

Der Plan der Stadt für Mehrfamilienhäuser an dieser Stelle war lange umstritten.

Umstritten war in Haverbeck vor allem das Vorhaben der Stadt, auf ihren Grundstücken neben Platz für Ein- und Zweifamilienhäuser auch eine Fläche für zwei- bis dreigeschossige Häuser mit mehreren Wohnungen vorzuhalten. Auch vor dem Eindruck der zahlreichen Flüchtlinge im Jahr 2015 hatte die Stadt das in Aussicht gestellt, aber nicht nur, wie Aden erklärt. Auch ältere Menschen, denen ihre Häuser irgendwann zu groß werden, die aber trotzdem gerne in ihrem Ort bleiben und nicht in eine Wohnung in der Stadt ziehen möchten, hat die Verwaltung dabei im Blick gehabt. Aden zieht Parallelen zur „Bültestraße“ in Holtensen, wo die Hamelner Wohnungsbau-Gesellschaft ein Objekt mit 15 Wohneinheiten errichtet. Thorsten Sander ist froh, sagt er, „dass es nach so vielen Jahren klappt“ und auch dieser Abschnitt erschlossen ist. Als Gesamtheit seien einst Ende der 90er Jahre um die 64 Grundstücke dort auf dem Berg geplant gewesen. Nach der Bebauung der ersten 42 geriet die weitere Umsetzung jedoch ins Stocken. „Wir haben im Rat keine Mehrheit dafür gehabt“, erinnert Sander an das erfolglose Ringen um die Erweiterung des Baugebiets. Dann, vor zwei Jahren, ist das Gelände von den jetzt Beteiligten genauer betrachtet worden und letztlich waren offenbar alle der Ansicht, dass die Nachfrage nach Baugrund an dieser Stelle stark genug sein könnte – bevor der Bauboom vor eineinhalb Jahren eingesetzt habe, wie Aden sagt. Aus Adens Sicht ist es überdies richtig, als Stadt Grund vorzuhalten. Das Thema „Bodenbevorratung“ sei wichtig, also Flächen in kommunaler Hand zu haben, „die zukünftig als Wohn- oder Gewerbebauland in Frage kommen könnten“, ob unmittelbar oder mittelbar als Tauschland. „Davon haben wir entschieden zu wenig.“



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