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Mehrheit für Abschaffung von Verboten im Bürgergarten

„Es hält sich eh keiner an die Schilder“

Die Verbote im Bürgergarten sollen weg. Darin sind sich die Grünen und die Stadt Hameln einig (wir berichteten). Die Dewezet hat am Samstag auf dem Wochenmarkt und am Sonntag in der Fußgängerzone bei den Leuten zum Thema nachgefragt:

veröffentlicht am 18.11.2018 um 16:41 Uhr
aktualisiert am 19.11.2018 um 09:30 Uhr

Der Bürgergarten soll kinderfreundlicher werden – dieser Meinung sind fast alle. Bei Hunden gehen die Meinungen auseinander: Viele fürchten Kothaufen. Foto: Archiv

Autor:

Karin Kellerer

HAMELN. Die 47-jährige Seddiki Nabila ist grundsätzlich dafür, meint aber, das Ordnungsamt solle den Konsum von Alkohol in Grenzen halten, auch die Hundehaufen seien eine Katastrophe. „Alles was Spaß macht, wie Ballspielen und Musik hören, sollte erlaubt sein.“. Das findet auch der Hamelner Marek (49).

„Über die Verbotsschilder ärgere ich mich schon seit Jahren. Wie der Name schon sagt, ist es ein Bürgergarten. Der Bürger soll sich dort wohlfühlen. Natürlich muss auf andere Rücksicht genommen werden. Die Ratsfraktion Bündnis 90/Grüne sollte ihren Antrag zurückziehen, sodass die Schilder unbürokratisch verschwinden“, erklärt Hans-Georg Kunz (67).

Thorsten Wessels (57) sieht es relativ wertfrei. „Allerdings sollten die Hunde an der Leine geführt und der Kot eingesammelt werden. Dafür müsste die Stadt entsprechende Boxen für die Sammeltüten vor Ort zur Verfügung stellen,“ so Wessels.

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Sina (33) findet, dass der Bürgergarten nicht nur zum Spazierengehen da sei. „Es fehlen generell in Hameln Grillplätze wie zum Beispiel am Neckar. Dort funktioniert es, sie werden sauber gehalten. Das wäre im Bürgerpark mit Sicherheit auch möglich. Auch Spielplätze seien auch Mangelware. Kindern sollte es erlaubt sein, Ball zu spielen.

Stephanie (33) und Christoph (33) sind sich mit ihrem Sohn Noa (4) einig: Hund ja, Rad nein, Ball spielen unbedingt. „Der Bürgergarten muss auf alle Fälle kinderfreundlicher werden,“ so die Drei. Noa findet zudem, dass auf alle Fälle ein Basketballkorb aufgebaut werden muss.

Wilfried (68) fährt seit 30 Jahren mit seinem Rad durch den Bürgergarten, aber sinnig und mit Rücksicht auf die Fußgänger. „Viele rasen wie sie wollen und das ist unverantwortlich. Hunde an der Leine sind ok. Der Park ist für die Öffentlichkei, deshalb sollten die begrenzten Öffnungszeiten erweitert werden.

Sebastian Stolberg (40) argumentiert in ganz andere Richtung: „Wenn der Hund aufs Wort hört, habe ich nichts gegen Hunde im Bürgergarten und der gesunde Menschenverstand sagt auch, dass ich vom Rad absteige, wenn der Park voller Fußgänger ist. Allerdings bin ich – wenn ich ehrlich sein soll – auch der Meinung, dass das Entfernen der Verbotsschilder Geld kostet. Es macht doch eh jeder was er will.“

„Laute Musik finden wir blöd, die stört nicht nur die spielenden Kinder, sondern auch die Leute, die sich dort erholen wollen. Der Rasen ist groß genug für alle und sollte auch genutzt werden dürfen. Hunde und Rad fahren finden wir OK“, sind sich Ceren (9) und Erten (11) einig.

„Wir hatten ein ganz besonderes Erlebnis im Bürgergarten“, erklärten Laura (17) und Ronja (19). „Wir spielten Fußball mit Kindern als ein Herr uns ermahnte, dass die Kinder spielen dürften, aber für Erwachsene sei es verboten. Das konnten wir absolut nicht verstehen.

Sandra Heltner (27) stellt wie die Mehrheit der Befragten fest, dass sich eh keiner an die Schilder hält. „Ein Großteil ist wirklich unnötig“, so Heltner.



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