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Job-Abbau bei Deutscher Bank – was bedeutet das für Hameln?

Es bleibt dabei: Postbank/BHW werden verkauft

Hameln. „Deutsche Bank will jede vierte Stelle abbauen“ – diese Nachricht, die am Donnerstag John Cryan bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in Frankfurt als neuer Chef des Dax-Konzerns verkündete, lässt auch in Hameln aufhorchen. Bekanntlich will sich die Deutsche Bank von der Postbank trennen – und zu der gehört auch das Hamelner BHW. An diesen bereits im April verkündeten Plänen – die damals für Aufsehen sorgten – will die Deutsche Bank offenbar festhalten. „Nach wie vor will sich die Deutsche Bank von der Postbank trennen“, bestätigt Timo Heider, Betriebsratsvorsitzender und Vorsitzender des Konzernbetriebsrats Postbank, am Freitag auf Anfrage. Das habe Cryan noch einmal bekräftigt. Erste Präferenz des Konzerns sei der Börsengang, „aber auch ein kompletter Verkauf wird weiterhin geprüft“, so Heider weiter.

veröffentlicht am 30.10.2015 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Die gute Nachricht: Vom jetzt verkündeten Stellenabbau wird BHW nicht betroffen sein. Die Deutsche Bank will laut Heider ihre Stellen von aktuell 103 000 auf 77 000 im Jahr 2018 reduzieren – das ist etwa ein Viertel der Arbeitsplätze. Heider rechnet vor, wie sich die Zahl zusammensetzt: „9000 Stellen werden bei der Deutschen Bank abgebaut.“ Außerdem werde die Postbank mit ihren insgesamt 17 000 Beschäftigten aus der Gesamt-Mitarbeiterzahl der Deutschen Bank künftig herausfallen – eben durch den Börsengang oder Verkauf. „Das bedeutet also automatisch weniger Köpfe“, erklärt Heider diesen etwas komplizierten und verwirrenden Hintergrund. Unterm Strich bedeute dies: Die Ankündigung der Deutschen Bank habe keine Auswirkungen auf die Jobs bei der Postbank – und damit auch nicht auf die Zahl der Arbeitsplätze bei BHW. „Aus den Zahlen, die jetzt kommuniziert worden sind, ist keine Ableitung auf BHW ablesbar“, fasst der Gesamtbetriebsratsvorsitzende zusammen. Und das treffe auch dann zu, wenn kein kompletter Verkauf der Postbank, sondern der Börsengang des Unternehmens, wie von der Deutschen Bank favorisiert, erfolge. Heider: „Auch als Anteilseigner fallen die Postbank-Stellen rechnerisch komplett aus dem Konzern heraus.“

In Hameln gibt es am Pferdemarkt allerdings auch eine Filiale der Deutschen Bank. „200 Filialen sollen wegfallen“, sagt Heider – wo, ist noch nicht bekannt. Hameln gilt allerdings als relativ sicher, da es der einzige Standort der Bank in der gesamten Region ist.

Solange die Zukunft der Postbank nicht geklärt ist, bleiben auch Fragen zum Standort Hameln offen. Als „höchst spekulativ“ bezeichnet es Heider, über mögliche Folgen nachzudenken. Es bestehe durchaus die Gefahr, dass es bei einem Börsengang oder auch Verkauf „Anpassungen“ – welcher Art auch immer – bei der Postbank geben kann. Das sei aber „zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend“, so Heider. Zurzeit sei die wichtigste Nachricht: „Weder bei der Postbank noch bei BHW sind Stellen vom angekündigten Abbau betroffen.“

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  • 200 Filialen der Deutschen Bank sollen wegfallen – welche, steht noch nicht fest. Die Hamelner gilt als relativ sicher.

Der Postbank in Bonn ist am Freitag lediglich dieses Statement zu entlocken: Was die Deutsche Bank am Donnerstag mitgeteilt habe, „steht nicht im Zusammenhang mit der Postbank“, so Alexander Adler, Leiter der Pressestelle.



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