weather-image
Blitzer in Haverbeck könnte Raser-Problem lösen / Auswertung der Display-Messungen dauert noch

„Erziehung nur über den Geldbeutel“

Haverbeck. In Haverbeck wird weiterhin zu schnell gefahren, da sind sich die Mitglieder des Ortsrates einig. Allerdings sehen die Ortspolitiker keine großen Möglichkeiten, dies ohne Einsicht der Autofahrer – und das sind zumeist die Haverbecker selbst – dauerhaft zu ändern. Aber auch die Verlegung einer Umsteigestelle im Linienbusverkehr durch die Öffis wirft Fragen auf, zumal der Ortsrat vor vollendete Tatsachen gestellt wurde.

veröffentlicht am 17.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 14:21 Uhr

270_008_7093844_hm312_1704.jpg

Autor:

VON FRIEDRICH-WILHELM THIES
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Thomas Mahlau (SPD) verwies darauf, dass man immer noch auf die Auswertung der Daten von der Geschwindigkeitsüberwachung mit dem Display (mit Smiley) warte. „Ich würde mir wünschen, dass diese Display-Anzeige wieder einmal in Haverbeck aufgestellt wird“, erklärte Mahlau. Er fragte zudem, ob es noch einen gemeinsamen Termin zur Geschwindigkeitsüberwachung mit Ortsratsmitgliedern, der Schule und dem Kontaktbeamten, wie schon mal durchgeführt, geben wird. Ortsbürgermeister Thorsten Sander (CDU) bemerkte dazu, noch sei kein Termin vereinbart. Er merkte an, dass man im Ortsrat schon oft über das Thema zu schnelles Fahren im Ort gesprochen habe, wo es ja durchgehend eine Tempo-30-Zone gibt. Vielfache Maßnahmen, von Verkehrszählungen, Geschwindigkeitsüberwachung per Display, das Aufstellen von Kinderfiguren durch die SPD und anderes brächten zwar kurzfristig Erfolge, die aber meist nicht lange anhielten. „Und Maßnahmen, wie Aufpflasterungen auf der Fahrbahn oder Markierungen wurden wieder verworfen, weil sich auch Anwohner dann über Lärm beschweren“, merkte Thorsten Sander an. Der Ortsbürgermeister war ein wenig ratlos, wie man dem zu schnellen Fahren im Ort beikommen will.

Helmut Waber (SPD) merkte dazu aber an, man dürfte den Kopf nicht in den Sand stecken und betonte: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Björn Backeberg (CDU) regte an, den Termin mit dem Kontaktbeamten und die Schule noch mal anzugehen. Karsten Völker (SDP) regte an, diese Geschwindigkeitskontrolle nicht zwingend an der Schule, sondern eventuell an anderen Stelle im Ort durchzuführen: „Möglichkeiten dazu gibt es genug.“ Der Ortsrat sprach sich zudem dafür aus, dass die Geschwindigkeitsüberwachung per Display öfter im Ort aufgestellt wird. Noch konkreter wurde Heinz Böhne (CDU): „Eine Erziehung klappt nur über den Geldbeutel, eine Blitzanlage wäre das richtige Mittel.“

Björn Backeberg vertrat die Meinung, dass man aber nicht durch abgestellte Anhänger wie im Bereich der östlichen Haverbecker Straße als Anlieger selbst zu verkehrsberuhigten Maßnahmen greifen sollte. Ein Problem, dass auch in der Bürgerfragestunde schon Erwähnung fand, weil es angeblich zu gefährlichen Situationen mit dem Gegenverkehr kommen könne. Allerdings stehen die Anhänger dort vollkommen legal. Abhilfe in anderer Sache müsste laut Backeberg auch auf der Pappelallee geschaffen werden, da dort Pendler ihre Pkw auf einem eigentlich für Friedhofsbesucher gedachte Parkplatz so abstellen, dass der Bürgersteig blockiert wird und etwa Schulkinder auf die Straße ausweichen müssen. Hier sollen Markierungen Abhilfe schaffen.

Mahlau und Waber verweisen drauf, dass die Umsteigemöglichkeit der Buslinien von Hameln und dann weiter nach Rumbeck vom westlichen Bereich der Haverbecker Straße in den östlichen verlegt wurde. „Und das ohne den Ortsrat vorher zu informieren“, zeigte sich Mahlau verärgert. An der neuen Stelle gibt es nämlich weder ein Bushäuschen zum Unterstellen noch Hochborde, um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern. Laut Waber ist der Ortsrat zwar über eine Linienumstellung informiert worden, aber nicht darüber, wo die neue Umsteigemöglichkeit eingerichtet werden sollte. „Jetzt stehen die Leute im Freien und ältere Menschen haben Probleme beim Ein- und Aussteigen. Kundenfreundlich ist das nicht. Nun sind die Öffis gefordert und müssen sich Gedanken machen.“ Auch Sander betonte, nicht informiert worden zu sein und fragte sich, ob diese Lösung mit der Umsteigemöglichkeit dort auf die Dauer bestehen bleiben soll. Er will einen Vertreter der Öffis zur nächsten Sitzung einladen, damit er die Maßnahmen erläutern kann.

Gerade im Schulbereich gibt es in Haverbeck Probleme mit dem Verkehr.tis



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt