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Erwischt: Raser fährt mit 130 Sachen durch Klein Berkel

veröffentlicht am 21.10.2009 um 23:26 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Mit Technik gegen Raser

Hameln (ube). Immer wieder verursachen Raser Verkehrsunfälle. Mit ihrer rücksichtslosen Fahrweise gefährden sie sich selbst und bringen andere in Lebensgefahr. Spezialfahnder der Verfügungseinheit haben während einer Kontrollaktion auf der Wangelister Straße und auf der Pyrmonter Straße neun Fahrer gestoppt, die es offenbar ganz besonders eilig hatten. Spitzenreiter war ein 19-Jähriger aus Hameln. In Höhe der Klein Berkeler Warte fuhr er mit seinem VW Golf statt der dort erlaubten 70 km/h fast doppelt so schnell (130 km/h).

Ein Alfa-Fahrer (24) aus Bad Münder tat es ihm wenig später gleich. In derselben Nacht raste er an derselben Stelle mit 126 km/h an den Polizisten vorbei. „So zu fahren, ist unverantwortlich“, meint Oberkommissar Detlev Greve. Unbekannt ist, ob die jungen Leute schnell zur nächsten Disko wollten. Fest steht aber: Laut Bußgeldkatalog müssen die Raser mit zwei Monaten Fahrverbot, 280 Euro Bußgeld und vier Punkten in der Verkehrssünderkartei rechnen. Bei dem 19-Jährigen stehe zudem die Verlängerung der Probezeit und die Anordnung eines Aufbauseminars im Raum, sagte Greve.

 Überhöhte Geschwindigkeit ist laut Polizei nach wie vor eine der Hauptunfallursachen. Schwere Unfallfolgen seien die Folge. „Das hat leider auch der tragische Unfall, der sich Mitte Juni auf der Wangelister Straße ereignet hat, gezeigt“, sagt Oberkommissar Jörn Schedlitzki. Nach den Ermittlungen der Polizeiinspektion Hameln geriet das Auto eines jungen Kraftfahrers seinerzeit „infolge überhöhter Geschwindigkeit“ von der Straße ab und prallte gegen ein Wohnhaus (wir berichteten). Der Mann und sein Beifahrer kamen ums Leben.

 Die Fahnder beobachteten in den späten Abend- und Nachtstunden den Verkehr auf der B 1 – und zwar innerorts. An zwei Tagen wurden 200 Fahrzeuge überprüft. „Auf der Wangelister Straße haben wir drei Fahrzeugführer gestoppt, die nach Abzug des Toleranzwertes 27, 28 und 29 km/h zu schnell waren. Auch dort gilt Tempo 50“, stellt Polizeioberkommissar Detlev Greve klar. Die drei Opel-Fahrer aus Hameln, Barntrup und Aerzen müssen sich nun auf ein Bußgeld von 100 Euro, drei Punkte und eine Verwaltungsgebühr einstellen.

 Auf der Pyrmonter Straße wurden zur Nachtzeit noch vier weitere Fahrzeuge mit der sogenannten „Laserpistole“ gemessen. Diese Autofahrer – eine 23-jährige Frau und drei Männer (19, 30 und 53 Jahre alt) – überschritten die Höchstgeschwindigkeit um 21 bis 25 km/h und werden wohl ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro und einen Punkt in Flensburg bekommen.

 „Das Ergebnis zeigt, dass diese gezielten Kontrollaktionen zur Steigerung der Sicherheit im Verkehr weiter durchgeführt werden und Raser jederzeit mit Kontrollen rechnen müssen“, sagt der Leiter „Einsatz“ der Inspektion Hameln/Holzminden, Polizeioberrat Matthias Kinzel.

 Übrigens: Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen sind im Februar deutlich angehoben worden, um eine Wirkung auf das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer zu erzielen. Auf diese Weise will der Gesetzgeber schwere Unfallfolgen vermeiden und die Verkehrssicherheit steigern.

 



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