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Zeuge beobachtet dunkle Gestalten / Kriminaltechnik nimmt Briefmarkenhandlung unter die Lupe

Erste heiße Spur im Mordfall Robert H.

Hameln (ube). Ist das der Durchbruch, auf den die 21 Fahnder der Mordkommission „Phila“ gewartet haben? Ein Augenzeuge hat am Sonntag um 19.30 Uhr zwei dunkle Gestalten gesehen, die aus dem Haus an der Schillerstraße 43 kamen, in dem am Mittwochnachmittag die Leiche des Briefmarkenhändlers Robert H. (53) gefunden wurde.

veröffentlicht am 26.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 14:21 Uhr

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Hameln (ube). Ist das der Durchbruch, auf den die 21 Fahnder der Mordkommission „Phila“ gewartet haben? Ein Augenzeuge hat am Sonntag um 19.30 Uhr zwei dunkle Gestalten gesehen, die aus dem Haus an der Schillerstraße 43 kamen, in dem am Mittwochnachmittag die Leiche des Briefmarkenhändlers Robert H. (53) gefunden wurde. Die beiden Männer verhielten sich höchst sonderbar.

Der Zeuge berichtete den Ermittlern: „Als sie mich sahen, gingen sie schnellen Schrittes auf das Nachbargrundstück. Sie haben versucht, sich hinter einem Busch zu verstecken.“ Als der Spaziergänger am Haus Nummer 45 vorbeikam, standen die Männer plötzlich vor ihm. Wieder reagierten sie sehr merkwürdig: „Ohne etwas zu sagen, duckte sich der eine ab, der andere drehte sich weg“, sagt der aufmerksame Beobachter. Waren das die Mörder von Robert H.? Oder hatte das seltsame Duo einen anderen Grund, sich dermaßen auffällig zu verhalten?

Die Soko forderte einen Zeichner des Landeskriminalamts an. Dem Experten gelang es, von einem der Männer eine Phantomskizze anzufertigen. „Wir fahnden nach diesen Personen“, sagt Kommissar Dirk Barnert. Das Mitglied der Mordkommission betont jedoch: „Wir wissen allerdings nicht, ob die Männer etwas mit dem Gewaltverbrechen zu tun haben.“ Als sicher gilt inzwischen: Am vergangenen Wochenende hat Robert H. noch gelebt.

Von der Person, die das Phantombild zeigt, gibt es eine gute Beschreibung: Der Gesuchte ist zirka 30 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß. Seine Figur wird als „stabil“ bezeichnet. Der gepflegt wirkende Mann hat breite Schultern und etwas längere dunkle Haare; er könnte aus Osteuropa stammen. Auffällig sind seine gut sichtbaren Wangenknochen. Er trug eine dunkle Jacke ohne Kapuze. Der mögliche Komplize ist ebenfalls ungefähr 30 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß. Dieser Mann hat deutlich hellere Haare als sein Begleiter. Bei der Fahndung nach den in Verdacht geratenen Personen bittet die Polizei unsere Leser um Mithilfe – sie fragt: „Wer kennt einen Mann, der dem Gesuchten ähnlich sieht? Das Hinweistelefon der Leitstelle (05151/933222) ist rund um die Uhr erreichbar.

Die Moko-Ermittler haben gestern die Suche nach Spuren fortgesetzt. Sie sahen sich in der Briefmarkenhandlung „Phila-Studio“ um, die Robert H. an der Kaiserstraße betrieb. Dort hat der Unternehmer Briefmarken und wohl auch Münzen verkauft. Nicht nur in der Südstadt machte der Hamelner offenbar Geschäfte: Im Internet gab Robert H. auch seine Wohnanschrift an. Der Name der an der Schillerstraße ansässigen Firma lautet: „Jurex-Internethandel und Unternehmensberatung e. K.“. Leute, die Robert H. kannten, sagen über ihn: „Er hat sich nicht nur Freunde gemacht – weder in der realen noch in der virtuellen Welt.“

Unbestätigten Informationen zufolge soll der Hamelner vermögend gewesen sein. Ein Bekannter will wissen, dass der Kaufmann „ein Reihenhaus und zwei Eigentumswohnungen“ besaß. Liegt hier das Motiv für den Mord? Wurde Robert H. überfallen?

Spurensuche im Büro von Robert H. Kriminaltechniker nahmen gestern sein „Phila-Studio“ an der Kaiserstraße unter die Lupe. Nach dem Mann auf dem Phantombild wird gefahndet. Er könnte einer der Mörder des Geschäftsmannes sein.

Foto: ube



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