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Vikilu-Musiktalente zeigen ihr Können bei Konzert rund um den neuen Bechstein-Flügel

Erste Flügelsoiree mit Karl dem Großen

Hameln. Vier starke Muskelmänner waren nötig, um Karl den Großen das enge, steile Treppenhaus hinauf in die kleine Vikilu-Aula unterm Dach zu schaffen. „Das war ebenso anstrengend wie aufregend“, erinnert sich Cecily Reimann von der Fachgruppe Musik des Hamelner Gymnasiums. Dort oben hat Karl der Große jetzt seinen neuen Arbeitsplatz gefunden. 40 Jahre ist der schwarz glänzende Bechstein-Flügel alt, allerdings kaum gespielt und mächtig gut in Schuss. „Neu hätte er unbezahlbare 120 000 Euro gekostet“, so Reimann. Durch Mithilfe von Stadt, Elternverein und Stadtsparkasse sind die 26 300 Euro für das Instrument aufgebracht worden.

veröffentlicht am 25.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Dass ein Flügel ein Muss für ein Gymnasium mit Musikzweig ist, bestätigt auch Vikilu-Schulleiter Rainer Starke. „Wir haben viele versierte junge Talente, die auf dem Instrument üben, und ab kommender Woche werden auf Karl dem Großen auch fachpraktische Abiturprüfungen absolviert.“ „Das ist so herrlich zu hören und zu erleben, da kommen einem fast die Tränen“, seufzte die 92-jährige Konzertbesucherin Dr. Liselotte Kater in der Pause der erstmals veranstalteten Vikilu-Flügel-Soiree. Die soll künftig jeweils einmal im Jahr stattfinden und die ganze Breite der musikalischen Arbeit am Vikilu präsentieren.

Unter den Gästen waren neben zahlreichen Eltern auch der ehemalige Schulleiter Jürgen Schoormann sowie Holger Stöcker von der Stadtsparkasse Hameln, auch er „mit Vikilu-Vergangenheit“.

Dass sich Karl der Große überaus inspirierend und leistungsfördernd auf den schulischen Musiknachwuchs auswirkt, demonstrierten in der voll besetzten Aula Schülerinnen und Schüler aller Altersklassen. Da entzückten Sofia und Valeria Bojkov sowohl in Solovorträgen wie auch als Duo mit Johann Strauß’ „An der schönen blauen Donau“, da zeigte Joanna Drautmann, dass sie neben ihrer Begabung als Musical-Tänzerin auch mit der „Ballade pour Adeline“ ausgezeichnet zurechtkommt, und die für Sergej Rachmaninows „Romance op. 18“ notwendigen sechs Hände reizten die Klangbreite Karls des Großen bis zum letzten Ton aus, was die Zuhörer rundum begeisterte.

Viel Applaus auch für Klavierspezialisten wie David Thomas, der jedoch trotz seiner elf Jahre bereits einen Ausbildungsabschnitt an der hannoverschen Musikhochschule abgeschlossen hat. Ein großes Talent auch die Zehntklässlerin Sina Günther, die ein Schubert-Lied vorstellte. Ihr Berufswunsch: Sängerin.

Am Ende brachte die Nachwuchspianistin Nelly Zischkale aus der 8. Klasse mit dem virtuosen Titel „Der Jongleur“ Karl den Großen noch mal mächtig ins Schwitzen. Schade, dass es nun wieder ein Jahr dauern wird bis zur nächsten Flügel-Soiree mit Karl dem Großen.



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