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Nach Havarie – „Keine Ahnung“ setzt Fahrt fort

Erneut Kraneinsatz im Hafen

HAMELN/LATFERDE. Die Havarie einer 9,5 Meter langen Motorjacht auf den berühmt-berüchtigten Latferder Klippen (wir berichteten) hat ein glückliches Ende gefunden. Das 6,5 Tonnen schwere Stahlboot war am 1. Mai auf Grund gelaufen. Dabei sei das Ruder gebrochen und die Schiffsschraube demoliert worden, hieß es.

veröffentlicht am 05.05.2019 um 14:03 Uhr

Nach zwei Dieselpest-Pannen, einer Havarie und einer raschen Reparatur der Schäden wird die 6,5 Tonnen schwere Motorjacht „Keine Ahnung“ in Hameln kopflastig wieder ins Wasser gesetzt. Der Skipper kann seine Überführungsfahrt nach Travemünde fortsetz
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Nachdem Feuerwehrleute die Jacht zurück in tieferes Wasser gedrückt hatten, war das Boot zunächst manövrierunfähig abgetrieben. Der Havarist konnte jedoch bereits nach kurzer Zeit mit Seilen am Ufer festgemacht werden.

THW-Helfer schleppten das beschädigte Boot mit einer PS-starken Ponton-Halbfähre in den Hamelner Hameln. Dort wurde es bereits am nächsten Tag mit einem großen Kran aus dem Wasser gehievt. „Ein Glück, dass dort zufällig zwei Autokräne im Einsatz waren, um ein Hausboot ins Wasser zu setzen“, sagte der Skipper (56).

Am Freitag wurde das gebrochene Ruder von Schweißern repariert. Gegen 16 Uhr setzte Kranführer Andreas Schmidt die Motorjacht mit dem ungewöhnlichen Namen „Keine Ahnung“ mit einem 80-Tonnen-Kran zurück in die Weser. „Ich habe die Jacht extra kopflastig aufgenommen, da ansonsten das gerade erst instandgesetzte Ruderblatt beim Anheben beschädigt worden wäre“, erklärt Bergungsexperte Schmidt aus Eimbeckhausen.

Schon wenige Minuten später legte der Bootsführer ab und fuhr zunächst Richtung Rinteln, um dort zu übernachten.

In einigen Tagen wollen der Skipper und sein Bruder (58) das Ostseebad Travemünde erreichen. „Ich bin froh, dass wir noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen sind und sehr dankbar, dass es in Hameln so viele hilfsbereite und freundliche Menschen gibt“, sagte der 56-Jährige aus Bad Oldesloe.



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