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Die ersten zehn Hamelner Stolpersteine wurden gestern verlegt / Gedenken an ermordete Juden

Erinnern für die Zukunft

Hameln/Tündern. Die letzten Sonnenstrahlen sind noch sichtbar, aber es ist ziemlich eisig vor dem Haus in der Baustraße 16. Dort wohnte einst Familie Jonas. Vater, Mutter und drei Kinder. Bis sie im Jahr 1940 ins Konzentrationslager deportiert wurden, allein Arthur gelang die Emigration. Wie sehr sie dort gefroren, gehungert und anderweitig gelitten haben, lässt sich nur erahnen. Ihr Schicksal ist eines unter Millionen während der grausamen Herrschaft der Nationalsozialisten. Damit ihre Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, wurden von Künstler Gunter Demnig gestern vor dem Haus fünf Stolpersteine verlegt. Für Albert und Bertha Jonas und deren Kinder Else, Arthur und Anneliese. Vom Schicksal dieser Menschen wusste bisher wohl keiner der Vorbeieilenden. „Nun werden wir regelrecht darauf gestoßen, dass hier eine komplette Familie ausgelöscht, beziehungsweise in die Emigration getrieben wurde“, sagte Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann. Demnig mache das Schicksal der Opfer (be-)greifbar. „Ich bin froh, dass sie nun als Mitglieder dieser Stadt akzeptiert sind“, sagt Ruth Torode, geborene Jonas. „Endlich.“

veröffentlicht am 27.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 14:41 Uhr

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Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite


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