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Landkreis will Gefährdungen ausschließen und führt Messungen in Wohnhäusern durch

Erhöhte CO2-Werte in Hastenbeck

HASTENBECK. Im Bereich Petersburg/Pommernweg in Hastenbeck hat der Landkreis Hameln-Pyrmont als zuständige Bodenschutzbehörde erhöhte CO2-Werte festgestellt. Aufgrund der an eine Altablagerung angrenzenden Bebauung könne nicht ausgeschlossen werden, dass CO2 bei bei entsprechenden Undichtigkeiten und Wegsamkeiten aus dem Boden in Kellerräume eintritt, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung.

veröffentlicht am 10.05.2019 um 16:31 Uhr
aktualisiert am 10.05.2019 um 17:40 Uhr

In den Straßen Petersburg und Pommernweg will der Landkreis Messungen der Innenraumluft vornehmen. Foto: dana

Festgestellt wurden die erhöhten Werte im Rahmen einer Routine-Kontrolle.

Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt würden die Altablagerungen – häufig die früheren „Hausmüll-, Grünschnitt- und Bauschuttabladeplätze“ – auf mögliche Gefahren geprüft. Insbesondere dort, wo die Altablagerungen im Laufe der Jahre überbaut worden sind, würden neben Boden- und gegebenenfalls auch Grundwasserproben stichprobenartig auch Bodenluftproben zur Bestimmung der Deponiegaszusammensetzung entnommen, heißt es zur Erklärung. Im Bereich der Altablagerung in Hastenbeck seien diese Probebohrungen erst kürzlich durchgeführt worden. Im Ergebnis wurde bei einer Bohrtiefe von drei beziehungsweise sieben Metern ein überdurchschnittlich hoher Kohlenstoffdioxis-Wert nachgewiesen. Dieser dürfte auf die Verrottung von eingelagerten Gartenabfällen und Pflanzenresten zurückzuführen sein, so der Landkreis.

Nach der Bundesbodenschutzverordnung werde in einem solchen Fall die Messung der Innenraumluft empfohlen. Der Landkreis beabsichtige deshalb, präventiv in den betroffenen Haushalten im Bereich Pommernweg und Petersburg die Innenraumluft zu messen, um ein mögliches Gefahrenpotenzial einschätzen zu können. Gegenwärtig werde nicht davon ausgegangen, dass eine gesundheitsgefährdende Konzentration von CO2 nachgewiesen werden kann. Durch diese Arbeiten wolle man für die Hastenbecker Bürger Sicherheit und Transparenz über die CO2-Konzentration schaffen, heißt es in der Pressemitteilung. In den nächsten Tagen werden die betroffenen Haushalte angeschrieben und entsprechende Messungen angekündigt.

Foto: dana

red

Information

CO2 in der Raumluft

Die Ad-hoc-Arbeitsgruppe Innenraumrichtwerte des Umweltbundesamtes und der Obersten Landesgesundheitsbehörden leitet aus der Bewertung aktueller Interventionsstudien gesundheitlich-hygienisch begründete Leitwerte für Kohlendioxid in der Raumluft ab. Danach gelten Kon zentrationen unter 1000 ppm Kohlendioxid in der Raumluft als unbedenklich, Konzentrationen zwischen 1000 und 2000 ppm als auffällig und Konzentrationen über 2000 ppm als inakzeptabel.



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