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Kosten und Nachnutzung der Gebäude sollen untersucht werden

Erhalt von Linsingen bleibt offen

HAMELN. Noch ist das letzte Wort zum Erhalt der drei strittigen Gebäude der Linsingen-Kaserne nicht gefallen. Bevor die Ratspolitik eine Entscheidung trifft, will sie sich von der Stadtverwaltung aufzeigen lassen, welche Mehrkosten entstünden, wenn die als stadtteilprägend eingestuften Gebäude aus dem Jahr 1938 erhalten werden würden, und welche Nutzungsmöglichkeiten für diese bestehen könnten.

veröffentlicht am 09.08.2018 um 20:06 Uhr
aktualisiert am 10.08.2018 um 10:20 Uhr

Das Stabsgebäude ist eines von drei Bauten auf dem Linsingen-Gelände das ursprünglich geplant erhalten bleiben sollte. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Ausschlaggebend für die Empfehlung der Verwaltung, die Gebäude abzureißen, ist die Wirtschaftlichkeit. Es sei ungleich teurer, die Gebäude zu erhalten, als sie abzureißen (wir berichteten). Zumal die Gebäude inzwischen nicht mehr Eigentum der Stadt sind, sondern der Gesellschaft für sozialen Wohnungsbau (GSW) gehören, wie Stadtbaurat Hermann Aden am Donnerstag im Stadtentwicklungsausschuss betonte. Um die GSW wirtschaftlich abzusichern, bräuchte sie vom Rat einen „Blankoscheck“, sagte Aden. Diese Entscheidung liege beim Rat.

Der Prüfantrag für den Gebäudeerhalt geht auf die Ratsgruppe SPD/Linke/Grüne zurück. Denn, argumentierte Karin Echtermann (SPD), die Gruppe sei davon ausgegangen, dass die Gebäude erhalten bleiben sollen. Birgit Albrecht von der CDU-DU-UFB-Fraktion bezeichnete den Antrag von Rot-Rot-Grün als „falsch“. „Wir müssen möglichen Investoren die Möglichkeit geben, sich nach ihren Bedürfnissen auf dem geplanten Bildungs- und Gesundheitscampus auszubreiten“, sagte sie. „Oder soll ausgerechnet das moderne Zedita (das Zentrum für digitale Transformation und neue Arbeit“; Anm. d. Red.) in einem Gebäude von vor dem Zweiten Weltkrieg entstehen?“ Rüdiger Zemlin von der FDP hingegen schloss sich dem Antrag der Ratsgruppe an. Die Gebäude hätten für die Geschichte der Stadt große Bedeutung, die Entscheidung müsse daher „gut überlegt sein und die Stadt weiterbringen“. Allerdings müsste die GSW „von finanzieller Belastung freigestellt werden“. Sven Kornfeld (Grüne) meinte, Nachnutzung und Erhalt der Gebäude müssten mit dem Bildungs- und Gesundheitscampus einhergehen. Ginge dies nicht, müsste eine andere Nutzung oder der Abriss der Gebäude erwogen werden.

Am Ende stimmte der Ausschuss mit den Stimmen der Ratsgruppe, FDP und Frischer Wind mehrheitlich für die Prüfung des Erhalts der Gebäude. Die CDU-DU-UFB-Fraktion stimmte dagegen.



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