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Zwei Schülerinnen vereiteln Fahrraddiebstahl / Tatverdächtige später geschnappt

Erfolgreiche Detektive – auch ohne Emil

Hameln. Da hatten zwei mutmaßliche Fahrraddiebe richtig Pech: Zuerst wurden die Verdächtigen von zwei Schülerinnen beim Versuch gestört, ein Fahrradschloss zu knacken. Dann zeigten die Jugendlichen auch noch so viel Modesachverstand, dass die beiden Männer zwei Stunden später aufgrund der genauen Täterbeschreibung von einer Streifenwagenbesatzung erkannt und aufgegriffen wurden.

veröffentlicht am 22.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Der eine hatte so ein unmodisches Outfit an, einen Pulli ohne Ärmel. Und der andere hatte ein Tablet in der Hosentasche“, erinnerte sich Svenja an Einzelheiten. Der Schülerin war die „uncoole“ Kleidung des einen Täters aufgefallen. Mit ihrer Mitschülerin Alexandra, beide sind Schüler am Schiller-Gymnasium, hatte die 17-Jährige am Montag gegen 11.30 Uhr die Täter beobachtet, als die sich an einem an einem Eisengitter gesicherten Fahrrad zu schaffen machten. „Einer hat Schmiere gestanden, er tat so, als würde er telefonieren. Der Zweite war dabei, mit einer Zange das Schloss durchzukneifen“, erzählt die 16 Jahre alte Alexandra. Die Schülerinnen machten auf sich aufmerksam – offenbar Grund für die Kriminellen, von ihrem Vorhaben abzulassen. Sie flüchteten zu Fuß in Richtung Innenstadt.

Ihre Beobachtungen gaben Alexandra und Svenja ans Sekretariat des Gymnasiums weiter. Von dort wurde die Polizei alarmiert. Die Verdächtigen wurden zwei Stunden später von einer Streifenwagenbesatzung am Hastenbecker Weg entdeckt. Die 22 und 26 Jahre alten Hamelner sollen den geplanten Diebstahl zugegeben haben. In der Jackentasche des 22-Jährigen fanden Beamte nicht nur einen Seitenschneider: Der Mann hatte auch Marihuana dabei.

Die Polizei lobt das Verhalten der Schülerinnen. „Sie haben die Situation genau beobachtet und haben auf sich aufmerksam gemacht, ohne sich in Gefahr zu begeben. Dabei prägten sie sich so viele Details wie möglich ein und gaben die Tätermerkmale an die Polizei weiter“, sagt Polizeioberkommissar Jens Petersen.

Für den Polizisten ist das vorbildliche Verhalten der Schülerinnen ein Grund, darüber nachzudenken, sie für die Vergabe des Zivilcourage-Preises vorzuschlagen. „Das war so, wie es sein soll. Die zwei passen genau in das Profil“, meint Petersen. Der Hamelner Zivilcouragepreis wird vom Präventionsrat an Bürger verliehen, die durch beherztes Handeln aufgefallen sind.



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