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22-Jähriger bekommt Schmerzensgeld

„Er schlug mir unvorbereitet ins Gesicht“

Hameln. Ein fester Schlag mit der Faust auf die Nase. Die Folgen: Eine Prellung, zwei Wochen Zahnschmerzen, eine geplatzte Lippe, eineinhalb Monate Heilungsprozess. Kostenpunkt: 900 Euro, jeder trägt seine Verfahrenskosten selber. Das ist das Schmerzensgeld, das ein junger Mann von seinem Schläger nun bekommt. Vor dem Amtsgericht Hameln einigten sich die beiden ohne Urteil. Eigentlich hätte der 22-Jährige gerne 2000 Euro als Ausgleich für seine Verletzungen und Schmerzen gehabt – der Schläger selber war hingen nur bereit, 500 Euro zu zahlen.

veröffentlicht am 03.11.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

VON ANDREA TIEDEMANN
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Vorausgegangen war eine Streiterei in der Diskothek Nachtschicht im vergangenen Jahr. Der Beklagte hatte eine Bekannte des Klägers angegangen und beschimpft. Der verletzte Mann berichtet, sein Gegenüber habe an der Frau „herumgezerrt“ und sie angeschrien. „Ich bin dazwischengegangen“, erklärt der junge Mann das Geschehen. Dann sei alles relativ schnell gegangen. „Er schlug mir unvorbereitet ins Gesicht.“ Nachdem der Sicherheitsdienst alle Beteiligten vor die Tür gesetzt hatte, ging der Streit noch weiter. Der alkoholisierte Schläger bedrohte die Gruppe. Der Kläger berichtet: „,Ich bring euch noch um‘, hat er uns gesagt.“

Vor dem Strafgericht stand der Täter schon: Für die Körperverletzung kassierte er bereits eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten. Doch neben dieser Verurteilung wollte der Verletzte noch Genugtuung – und forderte vor dem Zivilgericht Schmerzensgeld für die Verletzung ein. Bei Richterin Sabine Quak einigten sich die Parteien nun ohne Urteil. Der Täter selber war nicht mehr zur Verhandlung gekommen, sein Anwalt verhandelte für ihn. Quak versuchte, dem verletzten Mann eine Einschätzung zu geben. „2000 Euro finden Sie wahrscheinlich privat angemessen, allerdings passt es nicht ins Gefüge.“ 500 Euro hingegen seien für einen vorsätzlichen Schlag ins Gesicht „zu wenig“.



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