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Pfarrer Uwe Holmer besucht am kommenden Mittwoch Hameln

Er gewährte den Honeckers Asyl

Hameln (red). Für ein paar Wochen war er der wohl berühmteste und umstrittenste Geistliche der Republik: Pfarrer i. R. Uwe Holmer.

veröffentlicht am 05.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 17:21 Uhr

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Er wurde am 6. Februar 1929 in Wismar geboren. Er war Pastor in der DDR, leitete die Hoffnungstaler Anstalten für Obdachlose in Lobetal und gewährte Erich und Margot Honecker im Jahr 1990 Asyl in seinem Haus. Die Honeckers waren zu diesem Zeitpunkt obdachlos, da sie in Wandlitz kein Wohnrecht mehr hatten und keiner ihrer Genossen bereit war, sie bei sich aufzunehmen. Holmer leistete zeit seines Lebens Widerstand gegen das Regime, doch als er von der Kirchenleitung aus Berlin um eine Aufnahme Honeckers gebeten wurde, praktizierte die Pfarrersfamilie gemäß ihrer christlichen Überzeugung das Prinzip „Vergebung statt Rache“ und ließ die Honeckers für zehn Wochen bei sich wohnen.

In Hameln hält Holmer am Mittwoch, 10. November, einen Vortrag. Dieser beginnt um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Kirchengemeinde „Zum heiligen Kreuz“ in der Straße Papengösenanger 12. Der Eintritt ist frei.

Vergebung statt Rache: Uwe Holmer ließ Honecker bei sich wohnen. Darüber referiert er in der Kreuzkirchengemeinde.

Foto: dpa



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