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Entscheidung über Moschee im September

veröffentlicht am 19.08.2011 um 18:23 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Moschee

Hameln (HW). Noch ist offen, ob in Hameln eine Moschee gebaut werden kann. Hinter verschlossenen Türen haben die Fraktionsvorsitzenden der im Hamelner Rat vertretenen Parteien jetzt ie Grundstücksangelegenheiten im Gewerbegebiet Wilhelm-Lampe-Straße erörtert.

„Mit den direkt Betroffenen“, betont Uwe Schoormann, Sprecher der aus SPD, FDP und Grünen bestehenden Mehrheitsgruppe, und merkt an: „Es war ein dreistündiges Gespräch mit gutem Verlauf. Das eine oder andere Missverständnis konnte ausgeräumt werden.“ Die Teilnahme mittelbarer und damit weiterer Anlieger war allerdings weder von der Verwaltung noch von den Fraktionschefs akzeptiert worden, „da Grundstücksangelegenheiten prinzipiell nicht öffentlich zu behandeln sind“, wie Schoormann (SPD) unter Verweis auf die Niedersächsische Gemeindeordnung (NGO) begründet.

Dessen ungeachtet hatten sich einige der mittelbaren Anlieger im Rathaus eingefunden, um mit den Politikern das Thema „islamisches Zentrum“ zu diskutieren. Grund: Der Verein „Al Rahman für Integration“ mit dem Hamelner Unternehmer Omar El Charif an der Spitze, dem bereits ein schmales Grundstück im Gewerbegebiet an der Wilhelm-Lampe-Straße gehört, möchte dort eine Moschee bauen. Um diese Pläne verwirklichen zu können, soll eines der drei zum Verkauf stehenden städtischen Areale dazugekauft werden. Das hingegen wollen die mittelbaren Anlieger verhindern. Sie mussten aber unvermittelter Dinge – und unter Protest – das Verwaltungsgebäude wieder verlassen. „Wir haben uns darauf verständigt, dass sie uns nun einen Ort und einen Termin nennen. Dann werden alle Fraktionen mit den Betroffenen das Thema erörtern,“ sagt Schoormann, der die Koordination dieses Gespräches fraktionsübergreifend übernommen hat.
 Die Grundstücksverhandlungen mit der Stadt ziehen sich bereits seit gut anderthalb Jahren hin. Bis September jedoch sollen sie nun zum Abschluss gebracht werden, wie Ursula Wehrmann erklärt. „Wir wollen bis dahin versuchen, mit allen Beteiligten eine gemeinsame Entscheidung zu finden. Der alte Rat will sich nicht aus der Verantwortung stehlen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen. „Es war wichtig, dass wir diese Gespräche geführt haben; zu erfahren, was es für Interessen und was es für Vorstellungen gibt“, betont auch Claudio Griese, Fraktionsvorsitzender der Christdemokraten.

Zu den Inhalten des Gesprächs allerdings machten die Kommunalpolitiker keine Angaben. Sie wollen jetzt in den Fraktionen beraten. Im September soll das Thema dann auf die Tagesordnung des Ausschusses für erneuerbare Energien, Bauen und Umwelt.



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