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Verkehrsreduzierung auf der Deisterstraße – Ratsherr kritisiert „falsche“ Route zur Autobahn

Entlastung durch neue Wegweiser?

HAMELN. Wenn die Stickoxidwerte an der Deisterstraße reduziert werden sollen, dann muss zwangsläufig auch weniger Verkehr durch die Hauptverkehrsader Hamelns fließen. Wie die Stadt die Mahnung aus dem niedersächsischen Umweltministerium zur Schadstoffsenkung umsetzen will (wir berichteten), ist noch nicht raus. Klaus Pfisterer vom „Frischen Wind“ hat jedoch schon mal eine Idee, wie sich die Verkehrsströme zumindest in Teilen um- und von der Deisterstraße weglenken lassen.

veröffentlicht am 11.08.2017 um 17:24 Uhr

Wegweiser über der Straße aus Richtung Thiewallbrücke. An der Kreuzung Kastanienwall/Erichstraße werden Autofahrer geradeaus über die Deisterstraße Richtung A 2-Anschlussstelle Lauenau geleitet. Über die Erichstraße geht es nach links über die A 2-Au
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Für den Hamelner Ratsherrn ist klar: Die Beschilderungen, die Autofahrern in Hameln den Weg weisen, führen zwar nicht in die Irre, aber sie leiten den Verkehr unnötigerweise über die Deisterstraße. Genau genommen geht es Pfisterer um die Richtungsangaben zur Autobahn 2. Er bringt ein Beispiel an: Das Ziel der Autofahrt ist Hamburg. Von Hameln aus geht es also zunächst auf die A 2, ab Hannover dann auf der A 7 in Richtung Hansestadt. Wenn Pfisterer nun von der Thiewallbrücke kommend auf die Kreuzung Kastanienwall/Erichstraße trifft, weisen ihn die Schilder geradeaus über die Deisterstraße und die B 217 zur A 2-Anschlussstelle nach Lauenau. Das ist unsinnig, meint Pfisterer.

Sein Navigationsgerät im Wagen würde immer die Empfehlung zum Linksabbiegen geben. Das heißt: Um auf die A 2 zu gelangen, fährt Pfisterer mit Navigationsunterstützung also auf der B 83 Richtung Hessisch Oldendorf und fährt danach in Rehren auf die Autobahn. Der Ratsherr hat sich mit Navigationsgerät einmal mit „schnellster Route“, einmal mit „kürzester Route“ auf den Weg gemacht. „Bei beiden Varianten ergeben sich bei der Anfahrt über Rehren sowohl Kilometer- als auch Zeitersparnis“, sagt er.

Was Pfisterer in Bezug auf die Beschilderung in Hameln kritisiert: Nicht jeder Autofahrer nutze ein Navigationsgerät. „Manche haben ja auch Misstrauen ins Navi.“ Deshalb hält er es für notwendig, dass auch die gelben Wegweiser über der Kreuzung die A 2-Anfahrt über Rehren empfehlen – egal, ob die Weiterfahrt schließlich Richtung Dortmund oder Richtung Hannover geht.

„Gut und gerne 100 bis 150 Autos täglich“ ließen sich nach Pfisterers Ansicht umleiten. Die Zahl an Kraftfahrzeugen müssten dann schon mal nicht mehr über die Deisterstraße rollen. Dass diese Maßnahme der große Wurf zur Verkehrsentlastung sein kann, will Pfisterer nicht behaupten. Manche mögen das als „Tropfen auf den heißen Stein“ ansehen, sagt er. Pfisterer sieht das anders und bemüht ein weiteres Sprichwort: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“

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