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Naturschützer warnt: Fütterung der Vögel nützt auch den Nagern / Ganze Toastbrote in der Hamel

Entchen – eine spezielle Delikatesse für Ratten

Hameln (CK). „Ach, wie niedlich!“ Viele, die in diesen Tagen an der Hamel entlangspazieren, sind entzückt – die Enten haben Nachwuchs. So sind derzeit vor allem zwischen Steigerturm und Scharnhorststraße wieder Stockentenmütter mit den kleinen Wollknäueln im Schlepptau auf dem Gewässer unterwegs – und werden von Menschen, überwiegend von Müttern mit kleinen Kindern, gefüttert. Das aber, so sagen Experten, bringt den Nachwuchs in Gefahr.

veröffentlicht am 11.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 22:41 Uhr

Gerade sind die Küken geschlüpft, doch ihnen droht vielfältige G
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Arend: „Das ist eine gefährliche Sache“

„Natürlich kann man den Leuten das Füttern nicht verbieten. Aber man kann sie darüber aufklären, dass das eine gefährliche Sache ist“, sagt etwa Hans Arend. Der Kreisvorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) weiß nämlich, dass die Tierliebhaber nicht nur die ach so niedlichen Entchen, sondern unfreiwillig auch die an und in der Hamel lebenden Ratten füttern. Und die wiederum fressen dann auch gern mal kleine Enten. „In aller Regel passen die Eltern zwar auf und verteidigen ihre Brut. Aber wenn sie mal unachtsam sind oder an Land gehen, sind die Kleinen eine leichte Beute“, erklärt Arend. Anwohner jedenfalls haben schon in den vergangenen Jahren immer wieder beobachtet, wie Ratten die nur wenige Tage alten Vögel einfach unter Wasser ziehen und auffressen. Grundsätzlich, so rät der Naturschutzexperte, sollte man überhaupt nicht füttern, zumal die Enten, solange sie klein sind, ohnehin natürliche Feinde im Wasser und in der Luft haben. Dazu gehören laut Arend Hechte, Krähen und sogar Greifvögel, die es auch in der Stadt gibt. Arend: „In der Natur ist alles möglich.“ Unabhängig davon, dass das Füttern von Enten auf der Hamel – oft werden gleich ganze Toastbrote ins Wasser geworfen – immer wieder für eine Vermehrung der Ratten sorgt, hinterlassen nicht wenige Entenfreunde auch den Abfall. Plastiktüten, in denen sie Brotreste mitbringen, werden anschließend ins Wasser geworfen oder einfach in das Brückengelände geklemmt. Und steckt dort erst eine Tüte, folgen bald immer mehr.



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