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Ministerium fordert zunächst konkretes Klimaschutzkonzept

Energiemanager: Bund bremst Stadt aus

Hameln. Der Plan war gut, doch er ging nicht auf: Hameln sollte einen Energiemanager bekommen, so war es vom Rat beschlossen. Das Problem: Das Bundesumweltministerium, auf dessen Förderung man gehofft hatte, gibt die Spielregeln vor. Und die sahen offenbar etwas anders als erwartet aus: Erst muss ein konkretes Klimaschutzkonzept der Stadt vorliegen, dann kann man über personelle Unterstützung sprechen. Etwas „unverhofft“ sei diese Information gekommen, sagt Stadtbaurat Hermann Aden. Für die Erstellung des Konzepts hingegen habe das Ministerium bereits Unterstützung angekündigt – man rechne mit einem positiven Bescheid innerhalb der nächsten Wochen. Dann würde der Bund die Hälfte der Kosten zahlen – laut Aden geht es um insgesamt rund 110 000 Euro.

veröffentlicht am 05.11.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

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VON ANDREA TIEDEMANN
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Auch die Politik hat nun reagiert – und einen formellen Antrag auf den Weg gebracht: Für die Liegenschaften der Stadt Hameln soll ein Klimaschutz-Teilkonzept erarbeitet und dafür ein entsprechendes Energie-Management aufgebaut werden. Dabei soll es nicht nur darum gehen, zu klären, welche Gebäude „Energiefresser“ sind, sondern auch darum, den Energieverbrauch kontinuierlich zu kontrollieren und vor allem zu steuern. „Wir müssen die genauen Ursachen finden“, so Aden. Ob es das Gebäude selbst ist, die technische Anlage oder das Nutzerverhalten – um Energie zu sparen, müsse man alles Aspekte ins Visier nehmen. Laut Mehrheitsgruppe könnten so die Energiekosten in Höhe von rund vier Millionen Euro jährlich um etwa fünf bis zehn Prozent reduziert werden – das seien immerhin 200 000 bis 400 000 Euro, rechnet Wehrmann vor. „Das ist auch ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung.“ Für die zehn bis 15 größten „Energiefresser“ unter den Gebäuden sollen Sofortmaßnahmen zur schnellen Senkung vorgeschlagen werden. Der Energiebericht, den die Verwaltung für die Jahre 2007 bis 2012 vorgelegt hat, sei für das zu erstellende Konzept bloß „eine erste Vorstufe“, so Aden. „Der Bericht soll aktuell fortgeschrieben werden.“ Der Energiemanager sei daher vorläufig auf Eis gelegt, bis das Konzept steht.

Doch wer hat das Know-how, eine solche Aufgabe zu stemmen? Politik und Verwaltung haben bereits einen Wunschkandidaten: die Klimaschutzagentur Weserbergland, in der die Stadt Hameln selber Mitglied ist. Ob der Auftrag überhaupt öffentlich ausgeschrieben werden muss, ist allerdings noch offen. Der angesetzte Wert könnte auch eine freihändige Vergabe, die weitaus formloser abläuft, möglich machen. Aden schätzt, dass die Arbeit am Konzept im kommenden Frühjahr beginnen könnte – dann käme auch die Einstellung eines Energiemanagers wieder auf die Agenda.

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