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Energetische Sanierung: Hausbesitzern rennt die Zeit davon

veröffentlicht am 31.07.2011 um 16:29 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (roh). Vermieter müssen bis zum Ende dieses Jahres die oberste Geschossdecke ihrer Immobilien nachträglich dämmen. Das schreibt die aktuelle Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, vor. Doch der Teufel steckt, wie so häufig, auch bei dieser ökologischen Maßnahme im Detail.

Thoma Kock, Vorsitzender des örtlichen Interessenverbandes der Hausbesitzer „Haus und Grund“, führt derzeit viele Gespräche mit besorgten Immobilienbesitzern, die Wohnraum vermieten. „Grundsätzlich lässt sich für Mieter aus einer nicht nachträglichen gedämmten Geschossdecke kein Mangel ableiten, der zu einer Mietminderung führen könnte“, stellt der Rechtsanwalt fest. Im Übrigen seien die Vorgaben für energetische Sanierungen in Deutschland zwar umfangreich, wie diese Maßnahmen aber kontrolliert werden sollen, sei noch völlig unklar, so Kock weiter. Das gelte auch für die Rechtslage in vielen Bereichen rund um die EnEV.
 Dem Vernehmen nach sollen die Schornsteinfeger die Kontrollen übernehmen. Das bestätigt auch Kreishandwerkermeister Karl-Wilhelm Steinmann, der feststellt, dass zahlreiche Gewerke von der EnEV profitieren: „Eine solch gute Auftragslage wie aktuell hatten wir schon viele Jahre nicht mehr.“ Maurer, Tischler, Heizungsbauer, Dachdecker, Elektriker und viele weitere Handwerksfirmen seien für energetische Sanierungen gerüstet. Nicht zuletzt die Malerbetriebe, die mit professioneller Fassadendämmung selbst die ältesten Häuser auf den energetisch gängigen Standard bringen können.



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