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Im Urlaub lesen: Was Hamelner Buchhändler als Lektüre für Frauen, Männer und Kinder empfehlen

Endlich Ferien – und viel Zeit zum Schmökern

Hameln. „Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal in einem Buch geblättert habe“, „Nein, zum Lesen habe ich keine Zeit“ und „Der Job frisst mich auf, nach der Arbeit bin ich einfach zu müde.“ Keine Zeit für Lektüre. Und selbst der spannendste Roman verliert seinen Reiz, wenn einem abends ständig die Augen zufallen und man immer wieder von vorne anfängt. Jetzt aber ist sie da: die Chance, ein Buch zu lesen – von der ersten bis zur letzten Seite, in einem Rutsch. Man kann sich mal so richtig von der Stimmung eines Romans einfangen lassen. Endlich Ferien. Und Zeit zum Schmökern. Egal, ob man sich am Strand in der Sonne aalt, oder einen Regentag nutzt, um es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen. Ein Buch muss her. Nur welches? Lese-Tipps von Hamelner Buchhändlern:

veröffentlicht am 23.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 22:21 Uhr

Autor:

Karin Rohr
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Für Frauen

„Rubinrotes Herz, eisblaue See“ von Morgan Callan Rogers empfiehlt Ilka Droste von der Buchhandlung Matthias als wunderbare Urlaubslektüre. Die Geschichte beginnt in einem Fischerdorf an der Küste Maines, am nordöstlichsten Zipfel der USA. Dort lebt Florine, geborgen bei ihren Eltern und ihrer Großmutter inmitten der Familien, die hier seit Generationen auf Hummerfang gehen. Die kleinen Reibereien zwischen ihrer lebenshungrigen Mutter Carlie und dem bodenständigen Vater können das Leben der Elfjährigen nicht ernsthaft erschüttern. Bis Carlie eines Tages spurlos verschwindet... „Ein anrührendes Buch über Hoffnung, Liebe und Trauer“, sagt Ilka Droste.

„Die schärften Gerichte der tatarischen Küche“ von Alina Bronsky ist nicht etwa ein Kochbuch, sondern „die Geschichte der leidenschaftlichsten und durchtriebensten Großmutter aller Zeiten“, sagt Cornelie von Wedemeyer von der gleichnamigen Hamelner Buchhandlung. In dem Roman fühlt sich die schöne, eigenwillige Tatarin Rosalinda viel zu jung, um Großmutter zu werden. Doch als Aminat geboren wird, liebt sie ihn mit Haut und Haaren. „Eine mit viel Witz und Charme geschriebene Geschichte, bei der es auch um die Gegensätze zwischen Jung und Alt, Ost und West geht“, so Cornelie von Wedemeyer.

„Léon und Louise“ von Alex Capus empfiehlt Claudia Möhlmann von der Bücherstube Seifert. Der Inhalt: Im Alter von 17 Jahren kommt Léon 1918 nach Saint-Luc-sur-Marne und verliebt sich dort in die gleichaltrige Louise. Bei ihrem ersten gemeinsamen Ausflug geraten sie in einen Luftangriff, werden schwer verletzt und getrennt. Zehn Jahre später sieht Léon die Totgeglaubte in Paris wieder... „Toll ist die Kombination aus Erzählung und Informationen zu Geschichte und Kultur. Ein sehr unkonventioneller Liebesroman“, findet die Buchhändlerin.

Für Männer

„Final Cut“ von Veit Etzold ist ein echtes Männer-Buch. In dem Krimi kommt ein namenloser Serienkiller über Facebook in Kontakt mit seinen Opfern und nimmt deren virtuelle Rolle ein. Kommissarin Clara Vidalis ermittelt auf Hochtouren. „Superspannend von der ersten bis zur letzten Seite“, urteilt Ilka Droste.

„Die späte Ernte des Henry Cage“ von David Abbott handelt von einem Mann, der sich den Ruhestand nach langem, erfolgreichem Berufsleben als Manager einer florierenden Werbeagentur redlich verdient hat. Doch es scheint, als habe sich ein Fluch über sein Leben gelegt... „Ein Buch über Leben und Zukunft, das an die Nieren geht“, urteilt Cornelie von Wedemeyer. Es behandle ein richtig gutes Männerthema.

„Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ von Jonas Jonasson empfiehlt Claudia Möhlmann. Eine skurrile Geschichte: An seinem 100. Geburtstag entzieht sich Allan Karlsson der Feier mit Bürgermeister und Lokalpresse und haut ab. Bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. „Diese urkomische, irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes ist eine Mischung aus Roman, Krimi und Tausendsassa-Story“, begeistert sich die Buchhändlerin.

Für Kinder und Jugendliche

„Ein Hund namens Grk“ von Joshua Doder ist „eine witzige Geschichte für Mädchen und Jungen ab neun Jahren“, findet Sandra Heinrich von Thalia in der Stadt-Galerie: „Spannend, komisch und voller Abenteuer.“ Die Story handelt von Grk, der allein zurückbleibt, als seine Familie nach Stanislavien reisen muss. Mit seinen freundlichen Knopfaugen und dem ständig wedelnden Stummelschwanz erobert er auf Anhieb das Herz des zwölfjährigen Timothy. Als dieser den Hund nicht behalten darf, schmiedet er den Plan, Grk zu seinen Besitzern zurückzubringen. Ein unglaubliches Abenteuer nimmt seinen Lauf.

„Amy on the Summer Road“ von Morgan Matson ist eine zarte Liebesgeschichte, die eine verrückte, wilde Reise quer durch Amerika schildert. „Genau das Richtige für Mädchen ab zwölf Jahren“, ist Sandra Heinrich sicher.

„Saeculum“ von Ursula Poznanski ist dagegen wieder ein Jugendbuch für Mädchen u n d Jungen: „Es ist sehr, sehr spannend und gruselig“, sagt Sandra Heinrich: „Man sollte es lieber nicht im Dunkeln lesen“. Denn in dieser Geschichte probt eine Gruppe von jungen Leute im tiefsten, abgelegenen Wald ein Leben wie im Mittelalter – ohne Strom, ohne Handy. Doch dann verschwindet ein Gruppenteilnehmer nach dem anderen...

Zwei Bücher, die ideal für den Urlaub sind: Ilka Droste von der Buchhandlung Matthias empfiehlt „Rubinrotes Herz, eisblaue See“ für Frauen und den Krimi „Final Cut“ für Männer.

Foto: Wal



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