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Behörde und Unternehmen einigen sich außergerichtlich

Ende gut, Brücke gut

HAMELN. Sie haben’s geschafft: Nach zahlreichen Verhandlungsterminen und ohne Hinzuziehen eines Gerichts haben sich die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und die Bauunternehmen Hofschröer sowie Stahlbau Dessau im Streitfall „Münsterbrücke“ geeinigt. Das teilte vorgestern der Behördenleiter Markus Brockmann auf Anfrage mit.

veröffentlicht am 13.12.2017 um 14:12 Uhr
aktualisiert am 13.12.2017 um 18:01 Uhr

Hält, hat aber winzige Risse, die in den kommenden Monaten geschlossen werden sollen: die Münsterbrücke. Im Jahr der Fertigstellung, 2012, waren die Haarrisse an der Unterseite entdeckt worden. Foto: BHA
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Die beiden Vertragsparteien haben jahrelang miteinander gerungen; im Kern ging es zum einen um das Verpressen entstandener Risse an der neu gebauten Münsterbrücke und die Frage, wer die Kosten für diese Arbeiten zu tragen hat. Zum anderen waren es Abrechnungsfragen, über die keine Einigkeit herrschte. Diese herzustellen, sei mühsam gewesen – „mehrere DINA-3-Blätter mit Excel-Tabellen, dünn beschrieben“ seien dafür durchgesehen und geprüft worden.

Mündlich waren sich beide Seiten schon Ende Oktober weitgehend einig geworden, „das letzte Gespräch ist sehr erfolgreich verlaufen“, Montag sind laut Brockmann nun auch die schriftlichen Vereinbarungen getroffen worden. „Alle Streitpunkte wurden ausgeräumt“,sagt Brockmann, worüber die Beteiligten auf beiden Seiten „sehr glücklich seien“.

Eines sei aber auch klar: „Wir können keine Geschenke machen.“ Was bedeuten soll, dass die Landesbehörde auf ihrer Forderung beharrt hat und nicht sie für die Ausbesserungsarbeiten aufkommt, sondern das Bauunternehmen. Bei Wirtschaftsunternehmen könne das gehen – finanzielles Entgegenkommen, um einen Streit beizulegen –, nicht aber bei Behörden, so Brockmann.

Wenn das Wetter wieder mitspielt, voraussichtlich im kommenden Frühjahr, wird also Hofschröer die Risse unterhalb der Brücke verschließen.

Noch bevor das geschieht, könnte die Abschlussrechnung erstellt werden. Und die stellt fast eine Punktlandung dar. „Wir bleiben knapp unter der Auftragssumme“, sagt Brockmann. 9 314 300 Euro stehen unterm Strich. Kleine Abweichungen werde es noch geben. Dass der Neubau der Brücke nicht teurer wurde als vor Jahren geplant, überrascht Brockmann nicht, wie er sagt. „Es ist ja eines unserer wichtigsten Ziele, Kosten genau zu schätzen.“ Und der Bund führe diesbezüglich ein strenges Regiment.



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