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Ampeln an der Deisterstraße sollen intelligenter geschaltet werden

Ende des stockenden Verkehrs?

veröffentlicht am 18.09.2016 um 13:17 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:25 Uhr

Foto: Dana

Autor:

Andreas Timphaus

Zulässig sind im Jahresmittel 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft. In Hameln lag dieser Wert im Jahr 2007 bei 71 Mikrogramm. Aus diesem Grund gibt es seit 2010 einen Luftreinhalteplan. Doch auch in den Folgejahren – 2012: 45 Mikrogramm pro Kubikmeter; 2013: 46 Mikrogramm pro Kubikmeter; 2014: 42 Mikrogramm pro Kubikmeter – wurden die zulässigen Grenzwerte überschritten.

Während der Morgen- und Abendstunden quälen sich bis zu 1400 Autos pro Stunde über die Deisterallee und Deisterstraße. Auch auf der Tunnelstraße kommt es im Berufsverkehr regelmäßig zu stockendem Verkehr und Staus. Die durchschnittliche Geschwindigkeit der Autos auf den Straßen beträgt 40 bis 45 Kilometer pro Stunde.

Im Rathaus ist das Problem seit Jahren bekannt. Um eine Lösung zu finden, wurde das Büro Logos beauftragt, ein Konzept zur Verstetigung des Verkehrs auf diesen Hauptverkehrsstraßen zu erstellen. Zunächst war jedoch eine Analyse der bisherigen Situation notwendig. Das Ergebnis: Der Verkehr ballt sich besonders häufig zwischen der Falkestraße und dem Berliner Platz. Die unzähligen Anfahr- und Bremsvorgänge führen zu erhöhten Emissionen, es häufen sich Auffahrunfälle – teilweise mit Personenschaden. „Der Verkehr ist nicht überstaut, aber alles andere als stetig“, bilanzierte Diplom-Ingenieur Christian Klafs bei der Vorstellung im Umweltausschuss. Die Verkehrssicherheit und der -ablauf sowie die Stadt- und Umweltverträglichkeit seien „erheblich mängelbehaftet“.

Als Hauptursache für den zähen Verkehr identifizierten Klafs und sein Team eine mangelhafte Ampelschaltung. „Es fehlt an einer koordinierten Verkehrssteuerung über die Ampeln“, sagte der Experte. Auch die Ein- und Ausparkvorgänge an der Deisterstraße in Höhe der Bushaltestelle seien ein Problem, welches aber „wohl unveränderlich“ sei, meinte Klafs. Die 2+1-Verkehrsführung (zwei Spuren in die eine und eine Spur in die andere Richtung) bezeichnete er in seiner Präsentation als „unbefriedigend“. Auch sie müsse in den kommenden Jahren grundsätzlich angegangen werden. Dieser Einschätzung des Experten stimmte auch der Erste Stadtrat Hermann Aden zu.

Eine relativ einfache Lösung für ein Ende des Stop-and-go hatte Klafs parat. „Man kann mit einer Veränderung der Ampelschaltung an den Straßen viel erreichen“, sagte der Logos-Mitarbeiter. Sein Büro habe bereits ein System erarbeitet, das die durchschnittlichen Halte von der Springer Landstraße bis zum Kastanienwall von vier auf zwei halbiere, sagt Klafs. Auch die Reisezeit würde reduziert werden. Für die querenden Fußgänger und Radfahrer ändere sich laut seiner Aussage nichts; die Grünphase würde weiterhin 90 Sekunden betragen. Dazu müssten aber die Ampeln teilweise modernisiert werden.

Klafs rechnet bei einer Umrüstung von acht Anlagen, die mit Induktionsschleifen oder Videodetektion ausgestattet würden, und einer Installation neuer Steuerungssoftware mit Kosten in Höhe von zirka 120 000 Euro. „Dafür werden dann aber andere zur Kasse gebeten“, gab er Entwarnung in Richtung der leeren Stadtkasse. Man habe bereits bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vorgefühlt, meinte Aden. Die Umstellung könnte bis zum Frühjahr 2017 erfolgen.



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