weather-image
14°
Fokus der Stadt liegt jetzt auf Nachträgen

Ende der Sparmöglichkeiten am Schulzentrum Nord

HAMELN. Noch mehr Einsparungen sind kaum möglich - jetzt muss die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben darauf achten, dass es nicht zu größeren Nachträgen kommt.

veröffentlicht am 09.09.2018 um 13:15 Uhr

Der Bau des Schulzentrums Nord hat bisher kaum für unangenehme Überraschungen gesorgt – alle hoffen, dass es so bleibt. F: DANA
Lars Lindhorst

Autor

Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Mehr als die Hälfte der Bauzeit liegt hinter den Akteuren, über zwei Drittel der Ausschreibungen für die Handwerkerleistungen am Schulzentrum Nord hat die Stadtverwaltung erledigt. So weit verläuft „alles im Plan“ an Hamelns derzeit größter Baustelle – auch die Kostenplanung für das 30-Millionen-Euro-Projekt. Die Stadt muss dennoch die Perspektive wechseln, damit die Baukosten am Ende nicht doch noch aus dem Ruder laufen.

Erst kürzlich hat das Hamelner Rathaus Einsparungen in Höhe von rund 788 000 Euro bekannt gegeben (wir berichteten). Doch nach Einschätzung der Stadt Hameln ist das Ende der Sparmöglichkeiten jetzt auch erreicht. „Wir haben alle Einsparoptionen gezogen“, sagte Isabella Gifhorn, Leiterin der Abteilung Planen und Bauen, im zuständigen politischen Fachausschuss. „Sehr viel mehr kommt da nicht mehr.“

Je weiter der Bau des Schulzentrums voranschreitet, desto geringer seien die Möglichkeiten, an der einen oder anderen Stellen Kosten zu minimieren.

„Der Fokus wird sich jetzt verändern“, kündigte Gifhorn an. Während die Verantwortlichen bislang den Blick auf mögliche Einsparungen gerichtet hätten, gehe es von nun an darum, „größere Nachträge zu verhindern“, sagte sie. Unerwartete Mehrkosten sind nicht ungewöhnlich bei Baustellen, bei größeren Projekten schon gar nicht. Bislang hatten sich diese Nachträge am Schulzentrum Nord mit rund 160 000 Euro in Grenzen gehalten. Demgegenüber standen allerdings auch Einsparungen von etwa 950 000 Euro.

Einen Risikoaufschlag auf die kalkulierten Gesamtkosten (rund 1,4 Millionen Euro) hatte die Stadt bereits Anfang 2017 zu Beginn der Baumaßnahme aufgebraucht. Größere Nachträge, die jetzt noch kommen könnten, würden also die angepeilte Kostengrenze überschreiten. „Das Blatt kann sich sehr schnell wenden“, gab Gifhorn zu bedenken, die auf Überraschungen beim Schulzentrum Nord wohl gern verzichten würde.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare