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Eingangsbereich des Kreishauses umgestaltet / 280 000 Euro Kosten

Empfangstresen statt Pförtnerkammer

HAMELN. Kürzere Wartezeiten und mehr Serviceorientierung verspricht die Kreisverwaltung ganz zuversichtlich: Der neue Empfangsbereich des Verwaltungsgebäudes ist nach dreimonatiger Bauzeit fertig und wurde am Dienstag von Landrat Tjark Bartels zusammen mit den zuständigen Planern vorgestellt.

veröffentlicht am 29.08.2017 um 16:56 Uhr

Architekt Carsten Jürgens, Facility-Managerin Maren Seligmann, Landrat Tjark Bartels und Projektleiter Christian Philippi (v. li.) präsentieren den neuen Empfangsbereich der Kreisverwaltung. Foto: jsp
Jens Spickermann

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Das Ziel der Umgestaltung sei eine Verbesserung des Bürgerservices und der Arbeitsabläufe gewesen, so die Verantwortlichen. Wer ein Anliegen an die Kreisverwaltung hat, muss sich daher an einige Veränderungen gewöhnen: Als erste Anlaufstelle dient das neu eingerichtete „Front-Office“, in dem ein unkomplizierterer Sachverhalt sofort gelöst oder bei Bedarf an die zuständigen Fachbereiche verwiesen werden soll. Zu den Sachbearbeitern ist der Kontakt zukünftig nicht mehr während der gesamten Öffnungszeiten möglich, sondern nur nach Terminabsprache innerhalb eines eingegrenzten Zeitfensters. Wer direkt mit einer bestimmten Abteilung in Kontakt treten möchte, könne hierfür telefonisch oder online einen Termin vereinbaren, so die Verwaltung. Vorerst gelten diese Veränderungen nur für den Bereich Soziale Hilfen, die Verantwortlichkeit des Front-Offices soll aber allmählich erweitert werden.

Rein optisch wirkt das Foyer des Kreishauses nach dem Umbau moderner. Wo das Personal früher durch ein Fenster blickte, befindet sich nun ein offener Empfangstresen, der Rollstuhlfahrern den Sichtkontakt erleichtern soll. Im ehemaligen Druckraum der Verwaltung ist das neue Front-Office mit einem Wartebereich eingezogen. Auch die Poststelle und die Telefonzentrale, die sich vorher direkt am Empfang befand, wurden nebenan neu eingerichtet.

Man habe eine Anlauf- und Kontaktstelle für alle geschaffen, die von außen in die Verwaltung kommen, sagt Christian Philippi, der das Bauprojekt geleitet hat. Den Bürgern blieben so lange Wartezeiten erspart und die Mitarbeiter würden nicht mehr zu jeder Zeit durch den Publikumsverkehr bei ihrer Arbeit beeinträchtigt, sagt Tjark Bartels.

Wegen der hohen Kosten von 280 000 Euro waren die Planungen im Vorfeld in die Kritik geraten. Schließlich war das Gebäude erst 2006 für sehr viel Geld erbaut worden. Thomas Haß, der die Umstrukturierung organisiert hat, ist aber davon überzeugt, dass durch die Veränderungen entscheidende Vorteile entstehen. Es kämen manchmal Bürger ins Haus, die noch gar nicht wüssten, ob sie bei der richtigen Verwaltung gelandet sind. Die müssten dann nicht lange auf einen Sachbearbeiter warten, um unverrichteter Dinge wieder wegzugehen.

Vorerst ist das Front-Office für Leistungen wie Wohngeldanträge, Asylbewerberleistungen sowie für Folgeanträge und Nachfragen zum Bescheid zuständig. Ob die Umstrukturierung nicht nur den Mitarbeitern der Verwaltung bei ihrer Zeitplanung hilft, sondern auch tatsächlich die Wartezeit der Bürger verkürzt, wird sich wohl erst zeigen, nachdem das neue System angelaufen ist.



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