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Emmerthal: Brutaler Tierquäler misshandelt Stute

veröffentlicht am 05.06.2009 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Emmerthal (ube). Die Polizei fahndet nach einem brutalen Tierquäler und rät Pferdehaltern, Kontrollgänge zu machen. Am Mittwoch hatte die Besitzerin einer neunjährigen Trakehner-Stute im Stall fest, dass das Pferd verletzt war. Ein Tierarzt untersuchte und behandelte die Stute. Er stellte fest, dass das Tier 20 Zentimeter tiefe Verletzungen (innere Perforationen und Risse) im Genitalbereich erlitten hat.
 Die Ermittler der Polizeistation Emmerthal vermuten, dass der Täter dem Tier die Wunden „durch Einführen eines stumpfen Gegenstandes“ zugefügt hat. „Die Stute stand am Mittwoch von 9 bis 15.30 Uhr auf einer Weide des Reit- und Fahrvereins Emmerthal in der Nähe der Straße „In der Palze“, sagt Polizeioberkommissar Olaf Hornig – und ergänzt: „Die vermutliche Tatzeit konnten wir auf 13 und 15 Uhr eingrenzen.“ Die Spurensuche am Tatort habe keine Hinweise auf den Gesuchten oder auf das Tatwerkzeug ergeben. Die Polizei (Telefon 05155/7055) hofft daher, dass Zeugen verdächtige Beobachtungen gemacht haben.
 Vor drei Jahren hatte es einen ähnlichen Fall in Grohnde gegeben. Damals war eine tragende Stute schwer misshandelt und im Genitalbereich mit einem spitzen Gegenstand verletzt worden.
 Das Präventionsteam der Inspektion Hameln rät Pferdehaltern wachsam zu sein und sich gegenseitig beim Schutz der Weiden zu unterstützen.
 Die Tipps der Experten:
 -  Notieren Sie sich die Kennzeichen unbekannter Autos mit Datum und Uhrzeit der Feststellung.
 - Sprechen Sie fremde Personen auf oder in der Nähe von Reiterhöfen und Weideflächen an.
 - Organisieren Sie Kontrollgänge an den Weideflächen und bringen Sie die Tiere bei Einbruch der Dunkelheit in den Stall.
 - Achten Sie immer auf ihre eigene Sicherheit, informieren Sie im Zweifelsfall die Polizei über Notruf 110.



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