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Anlieger reagieren mit Skepsis auf das Kompromissangebot der Stadt

Emmernstraße ist nicht versöhnt

Hameln (ni). Die großen Lastwagen werden sie ertragen müssen. Dass die Stadt Hameln ihnen als Entschädigung die kleinen vom Leibe halten will, werten Sabine Wiegrefe und Klaus Pfisterer durchaus als Bemühen der Verwaltung, die Emmernstraße wenigstens ein bisschen vom Baustellenverkehr zu entlasten. Wirklich zufrieden sind die beiden Sprecher der Emmernstraße mit dem Kompromissangebot nicht: „Warten wir ab, wie es sich entwickelt.“

veröffentlicht am 26.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 11:41 Uhr

Gegen Baufahrzeuge dieser Größe hat Klaus Pfisterer, Inhaber des
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Gestern Vormittag saßen Pfisterer und Wiegrefe mit Hamelns Erstem Stadtrat Eckhard Koss und Fachbereichsleiter Ralf Wilde im Rathaus zusammen und ließen sich erklären, wie der Baustellenverkehr jetzt laufen soll. „Es wird Tage geben, an denen fährt gar kein Lkw, und es wird Spitzenzeiten mit 20 bis 30 Fahrten geben“, zeigt Wilde anhand des geplanten Bauablaufes noch einmal auf, wie unterschiedlich je nach aktueller Bauphase die Belastungen sein werden. Die Spitzenzeiten, versichert er, werden zwar häufiger auftreten, dafür aber immer nur kurzfristig andauern; „vielleicht ein, zwei Tage“ und immer dann, wenn ein Abschnitt ausgekoffert und wieder verfüllt werde, um ihn neu pflastern zu können.

Zwei, drei Tage und nicht länger – für Sabine Wiegrefe es das „eine gewisse Beruhigung“ zu hören, dass nicht wochenlang alle halbe Stunde ein dicker Lkw durch die Emmerstraße rollen soll. Andernfalls würden nämlich „die Kunden ganz weg bleiben“, fürchtet sie.

Koss beteuert immer wieder, er nehme die Sorgen der Emmernstraßen-Anlieger ernst und bittet gleichzeitig um Nachsicht und Unterstützung. Was an Verkehr rauszuhalten sei, soll draußen bleiben, sagt er: die Baufirma habe entsprechende Anweisungen. Und die Anlieger sollten ihn bitte sofort informieren, wenn sie Verstöße gegen diese Anordnung beobachten. „Wir werden alles dransetzen, damit unnötige Belastungen auch tatsächlich unterbleiben“, verspricht Koss. Dazu zählt der Baudezernent auch die von den Lkw-Fahrern gepflegt Unsitte, ihre Dieselmotoren laufen zu lassen, während sie darauf warten, be- oder entladen zu werden.

Pfisterer hat nach dem Gespräch im Rathaus die Runde durch die Geschäfte in der Emmernstraße gemacht und dort weitergegeben, was die Verwaltung vor hat. Begeisterung sei ihm nicht entgegengeschlagen, sagt Pfisterer; „es ist ja auch längst nicht das, was wir gefordert haben“: nämlich die gleichmäßige Verteilung des Baustellenverkehrs auf Emmern- und Ritterstraße. Die Resonanz der Ladeninhaber auf das Angebot der Stadt fasst Pfisterer so zusammen: „Wir haben es zur Kenntnis genommen, aber wir akzeptieren es nicht.“

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