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Verwaltung beschränkt mögliche Siebenzügigkeit am Schiller-Gymnasium

Elternwille auf einmal unwichtig?

Das Schiller-Gymnasium könnte mal wieder einen siebten Zug aufmachen, doch anders als im letzten Jahr, als der Run aufs Viktoria-Luise-Gymnasium der Schule eine neue Siebenzügigkeit bescherte, muss die Schule 30 der angemeldeten Schüler abgeben.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 12:35 Uhr

Das Schiller-Gymnasium muss 30 der angemeldeten Schüler abgeben. Foto: Dana
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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HAMELN. Es ist die gleiche Prozedur wie jedes Jahr: Nachdem die Eltern ihre Sprösslinge an den weiterführenden Schulen angemeldet haben, ist an den Gymnasien und an der IGS ein deutlicher Überhang zu vermelden, während Oberschulen und Realschulen um Schüler kämpfen. In diesem Jahr könnte das Schiller-Gymnasium mal wieder einen siebten Zug aufmachen, doch anders als im letzten Jahr, als der Run aufs Viktoria-Luise-Gymnasium der Schule eine ganz neue Siebenzügigkeit bescherte und dies mit dem Vorrang des Elternwillens begründete, beschränkt die Verwaltung – in Teilen auch die Politik – die Züge auf einmal. Eingerichtet werden am Schiller (197 Anmeldungen plus drei Doppelzählungen) und am Vikilu (156 Anmeldungen plus drei Doppelzählungen) jeweils sechs Züge und am Albert-Einstein-Gymnasium drei (74 Anmeldungen). Das Schiller Gymnasium muss entsprechend 30 Schüler abgeben.

Entsprechend irritiert ob des Gesinnungswandels zeigten sich Vertreter der Politik: Zählt nun der Elternwille oder nicht?, wurde da gefragt. Am Ende stimmten alle der frisch hereingeschneiten Vorlage, die eigentlich nicht auf der Tagesordnung stand, zu. Hauptsächlich allerdings, weil die Veränderungen mit den Schulleitungen abgestimmt waren. Und weil die Eltern wissen wollen, auf welche Schule ihr Kind nach den Sommerferien kommt, wie vonseiten der Verwaltung betont wurde.

Dennoch forderte Birgit Albrecht (CDU) für die Zukunft einen neutralen Umgang mit den Anmeldezahlen. Sie fragt: „Was gilt? Wer zuerst kommt mahlt zuerst oder der Elternwille? Aus Sicht der Schulleitungen wünscht sich Schiller-Schulleiter Andreas Jungnitz ein schulpolitisches Handeln, das flexibel ausgerichtet ist und bedarfsorientierte Lösungen anstrebt, damit alle weiterführenden Schulen ihre Profile umsetzen könnten, sowohl die großen Systeme als auch die kleineren. Dies würde über die bestehende Zügigkeitsregelung nur bedingt abgedeckt, zumal sich die Anmeldezahlen an den Gymnasien und der IGS seit mehreren Jahren erhöht hätten. „Vielleicht wäre es besser, die Kinder zentral anzumelden. Dann müssten sie eben mit ihrem Zweitwunsch leben“, meint Birgit Albrecht.

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