weather-image

Nach Anwohnerbeschwerde: Öffis fahren andere Haltestelle an / Kinder müssen nun Straße überqueren

Eltern in Sorge um Schulkinder

Halvestorf. Für Diskussionsstoff sorgt in Halvestorf der Schulbusverkehr in Hope: Gegen 8 und gegen 13 Uhr treffen an der Grundschule „Am Mainbach“ zwei Schulbusse zusammen aus unterschiedlichen Richtungen und Zielen (Haverbeck/Lachem/Hameln) und Herkendorf/Aerzen). Das Problem: Sie müssen an der Haltestelle für den Schülerverkehr im Hägerweg Kinder aus- und wieder zusteigen lassen, dabei teilweise aufeinander warten. Das sorgt schon mal kurzzeitig für Probleme beim Befahren des Hägerwegs.

veröffentlicht am 01.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 04:21 Uhr

270_008_7536618_hm203_tis_0111.jpg

Autor:

Friedrich Wilhelm Thies
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Jahrelang lief dies aber problemlos, bis sich offensichtlich ein Anwohner des Hägerwegs darüber beschwerte. Auch parkende Fahrzeuge sind ihm ein Dorn im Auge, weil er in der Zeit nicht mehr ohne weiteres sein Grundstück erreichen kann. Dass der Anwohner sich direkt an die Öffis wandte, ärgert den Halvestorfs Ortsbürgermeister.

„Dies geschah, ohne den Ortsrat oder die Schule einzuschalten“, so Hartmut Binder (SPD) in der Ortsratssitzung. Die Öffis änderten auf die Beschwerde hin offenbar die Fahrtroute und ließen die Kinder im Bereich an der Haltestelle „Halvestorf Mitte“ an der Halvestorfer Straße (K 29) ein- und aussteigen.

Das rief wiederum die Eltern und Lehrkräfte der Schule erzürnt auf den Plan, die um die Sicherheit ihrer Kinder fürchten. So gibt es eine Aufsichtspflicht durch die Lehrer zwar direkt an der Schule, nicht aber an der Bushaltestelle „Mitte“. Und auch die Leiterin der Abteilung Straßenverkehr bei der Stadt Hameln, Christine Barner, betonte: „Die Kinder an der Halvestorfer Straße aussteigen zu lassen, die diese dann auch noch überqueren müssen, geht gar nicht. Das ist viel zu gefährlich.“ Allerdings sei es nicht möglich, dort einen Fußgängerüberweg oder sogar eine Ampelanlage zu installieren, weil dazu die Auslastung zu gering sei. In einer Sitzungsunterbrechung brachten Eltern und Lehrer ihre Empörung zum Ausdruck, dass die jahrelange Regelung einfach umgeworfen wurde und dies zulasten der Kinder ginge.

Auf den weiteren Hinweis des betroffenen Halvestorfers, die schweren Busse würden zudem den Hägerweg durch ihre dauerhafte Benutzung beschädigen und er müsse dann als Anwohner dafür aufkommen, erwiderte Christine Barner, die Straße sei für 22 Tonnen ausgelegt und dürfe sehr wohl von Bussen, aber auch von Müllfahrzeugen und anderen Lkw befahren werden.

Für die Ortsratsmitglieder stand eindeutig die Sicherheit der Kinder im Vordergrund. Sie plädierten fast einstimmig dafür, die alte Regelung für den Schulbusverkehr wieder herzustellen. Es soll aber darüber nachgedacht werden, ob der zuerst eintreffende Bus nicht noch eine kleine Schleife fährt und an der Haltestelle „Mitte“ das Eintreffen des zweiten Busses abwartet. Die Straßenverkehrsamtsleiterin wurde beauftragt, dies mit den Öffis abzustimmen.

Nur Dirk Hothan (CDU) stimmte dagegen. Er vertrat die Meinung, die Kinder könnten sehr wohl an der Haltestelle „Mitte“ ein- und aussteigen, schließlich müssten sie im Stadtgebiet Hamelns ganz andere Strecken zurücklegen.

Im Hägerweg ist es eng: Wenn hier – außerhalb der Ferienzeiten – sich die Schulbusse begegnen, haben Anwohner es schwer, durchzukommen.tis



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt